MarketingOptimierung

Bezahlsysteme im Handel. Das sind die Zahlarten für Ihren Online-Shop.

Wie das Geld seinen Besitzer wechselt: Beliebte Zahlarten im Onlinehandel

Viel zu oft scheitert ein Verkaufsabschluss im Webshop im letzten Moment auf Grund von fehlenden und vor allem beliebten Bezahl-Optionen. Davon abgesehen, dass im Webshop schon sehr früh im Kaufprozess die Zahlarten genannt werden sollten, steht sich natürlich zuerst die Frage, welche der gängigen Zahlarten man anbieten sollte, um einen Verkaufsabbruch und damit mangelnde Konversion zu vermeiden.

Im folgenden stellen wir neun der gängigsten Zahlarten samt ihrer Vorteile für Kunden und Shop-Betreiber vor: Vorkasse, Nachnahme, Rechnung, Lastschrift, Kreditkarte, PayPal, Sofortüberweisung, Giropay und Ratenkauf.

Vorkasse:

Bei der Zahlungsart Vorkasse nennt der Verkäufer dem Käufer seine Bankverbindung in der Auftragsbestätigung. Der Rechnungsbetrag ist binnen einer bestimmten Frist auf das Konto des Verkäufers zu überweisen. Erfolgt die Zahlung nicht rechtzeitig, ist der Verkäufer berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten.

Vorteil für den Verkäufer: Die bestellte Ware wird erst nach Zahlungseingang versandt.

Nachnahme:

Bei der Zahlungsart Nachnahme, zahlt der Käufer den vollen Warenwert an den Mitarbeiter des Versandservices (also dem Paket-Mann). Der Versandservice nimmt eine in der Regel recht hohe Gebühr für diesen Service. Deswegen wird bei dieser Zahlung häufig ein Aufschlag berechnet.
Das Versandunternehmen leitet das eingezogene Geld auf das Post- oder Bankkonto des Versenders weiter – natürlich nach Abzug seiner Gebühr. Für den Übermittlungsvorgang werden Inkassobelege verwendet.

Vorteil für den Käufer: Er zahlt die Ware bar und erst, wenn er sie in den Händen hält.

Rechnung:

Die Rechnung oder auch Faktura ist eine schriftliche Zahlungsaufforderung. Sie enthält eine detaillierte Aufstellung über eine Geldforderung für eine Warenlieferung oder eine sonstige Leistungen. Dies sind Angaben über die Leistung (Art, Menge, Datum, Preis), die Zahlung (Zahlungsbedingungen, Bankverbindung) und den Verkäufer (Firma, Adresse).
Rechnungen dienen der steuerlichen Erfassung von Handelstätigkeiten und müssen auch bei anderen Zahlungsarten erstellt werden. Auch beim Verkauf an Privat-Personen muss immer eine Rechnung erstellt und dem Kunden zur Verfügung gestellt werden.
Der Verkauf auf Rechnung hat den Ruf, zu hohen Zahlungsausfällen zu führen. Das kann man pauschal so nicht sagen, stimmt so nicht. Es ist in erster Regel davon abhängig, welche Güter, welche Leistungen an welche Zielgruppe verkauft werden. Es gibt sehr viele Online-Händler, die sehr gut mit dem Verkauf auf Rechnung leben. Natürlich ist hier besondere Sorgfalt geboten, bevor die Ware versendet wird. Bonitätsauskünfte und/oder die Abfrage nach harten Negativ-Merkmalen, wie zum Beispiel Vollstreckungsbescheide, können helfen Zahlungsausfälle zu vermeiden.

Vorteil für den Käufer: Er zahlt die Ware bequem per Überweisung, und erst dannn, wenn er sie in den Händen hält.

Lastschrift:

Die Lastschrift ist die Umkehrung der Überweisung. Der Verkäufer (also Zahlungsempfänger) gibt seiner Bank den Auftrag, vom Konto des Käufers (Zahlungspflichtigen) bei dessen Bank einen bestimmten Betrag abzubuchen.
Grundlage hierfür ist die ausdrückliche und vor allem schriftliche Ermächtigung des Verkäufers, vom Konto des Käufers den fälligen Betrag einzuziehen. Diese Ermächtigung muss dokumentiert sein und kann vom Käufer auch jederzeit wieder zurück genommen werden.

Vorteile für den Verkäufer: Zahlungsverzögerungen finden seltener statt.
Gefahren für den Verkäufer: Der eingezogene Betrag kann bis zu sechs Wochen lang (ohne Begründung!) zurück gebucht werden! Man muss als Shop-Betreiber aktiv sein!
Vorteile Käufer: Er muss sich nicht um die Zahlungsabwicklung kümmern.

Kreditkarte:

Die Zahlung mittels Kreditkarte ist für den Kunden eine schnelle Zahlungsart. Dabei teilt der Kunde dem Onlinehändler seine Kreditkartennummer, das Verfallsdatum der Karte und die ”Kartenprüfnummer“ mit. Diese drei- bzw. vierstellige Zahl ist auf die Rückseite der Kreditkarte aufgedruckt.
Der Onlinehändler teilt die vom Käufer erhaltenen Daten einem so genannten Acquiring-Unternehmen mit. Das nimmt eine Gutschrift in entsprechender Höhe auf dem Konto des Verkäufers vor und bucht den Betrag im Gegenzug beim Käufer ab. Dafür berechnet das Acquiring-Unternehmen eine Gebühr. Diese liegt in der Regel zwischen 1,8% und 2,8%.

Vorteil für den Verkäufer: Er kann innerhalb sehr kurzer Zeit über das Geld verfügen.

PayPal:

PayPal ist der Online-Zahlungsservice, mit dem der Kunde in Online-Shops einfach, schnell und für ihn (meist) kostenlos bezahlen kann. Der Käufer muss sich lediglich einen Account bei PayPal einrichten und dort seine Bankdaten hinterlegen.
Der Verkäufer zahlt dabei die Transaktionsgebühr in Höhe von 1,9% + 0,35 Euro.

Vorteil für den Käufer: Die Bank- oder Kreditkartendaten sind nur bei PayPal hinterlegt. Deshalb werden sie nicht bei jedem Online-Einkauf erneut übers Internet gesendet.

Sofortüberweisung:

sofortüberweisung.de ist ein (für den Käufer) kostenloses TÜV-zertifizierte Online-Zahlungssystem der Payment Network AG. Bei sofortüberweisung.de benötigt der Kunde nur seine Online-Banking Daten, das heißt für gewöhnlich Bankverbindung, PIN und TAN Daten.

Vorteile für den Käufer: keine zusätzliche Registrierung, automatische Abbuchung vom Online-Bankkonto, höchste Sicherheitsstandards. Die Gebühr zahlt der Verkäufer.
Vorteil für den Verkäufer: Er kann innhalb kurzer Zeit über das Geld verfügen.

Giropay:

giropay ist ein Online-Bezahlverfahren einiger deutscher Banken. Die Bezahlung erfolgt direkt vom Girokonto des Kunden. Der Kaufvorgang wird kurz unterbrochen und der Käufer wird direkt zur Login-Seite seines Online-Bankings weitergeleitet. Dort kann er eine mit allen Daten ausgefüllte Online-Überweisung tätigen. Diese Zahlart ist allerdings nicht sehr verbreitet. Das Wettbewerbs-Produkt Sofortüberweisung ist wesentlich erfolgreicher.

Vorteil für den Verkäufer: Er kann innerhalb kurzer Zeit über das Geld verfügen.
Vorteil für den Käufer: Er kann schnell und einfach sofort den Betrag überweisen.

Ratenkauf:

Ratenzahlung ermöglicht es dem Kunden die Gesamtsumme seines Einkaufs unkompliziert in passenden monatlichen Raten aufzuteilen.
Die jeweiligen Raten werden monatlich von seinem Bankkonto per Lastschrift eingezogen – manchmal sogar vom Käufer per Überweisung abgewickelt (Dauerauftrag). Die monatliche Teilzahlungsrate, die Laufzeit der Teilzahlung und den entsprechenden Zinsaufschlag lassen sich flexibel gestalten.
Ratenkauf wird entweder durch den Verkäufer abgewickelt oder durch einen Dienstleister. Einige Banken haben dazu für den Online-Handel spezialisierte Produkte entwickelt.

Und so geht es mit VersaCommerce:

VersaCommerce ist für alle gängigen Bezahlsysteme bereits vorbereitet, so dass lediglich einige Providerdaten einzutragen sind.
Mehr dazu … 
Vorheriger Artikel

Was man über einen Kaufvertrag im Online-Shop wissen sollte

Nächster Artikel

Versandarten und -kosten für den Online-Shop. Wie das Produkt zum Kunden kommt

Christof Steinke

Christof Steinke

In meinem ersten Leben war ich Journalist, seit vielen Jahren arbeite ich in der Digital-Wirtschaft. Seit einigen Monaten schreibe ich hier über alles, was ich insbesondere für Einsteiger in den Online-Handel für interessant und wichtig halte. Wenn ihr über etwas bestimmtes hier lesen möchtet, dann schreibt mir an [email protected] oder besucht direkt VersaCommerce.de!

2d Kommentare

  1. 22. August 2013 von 12:51 — Antworten

    Welche dieser Zahlungsarten ist jetzt die sicherste?

    • 22. August 2013 von 13:00 — Antworten

      Sicher für die Bezahler sind sie alle. Die Daten werden verschlüsselt übermittelt und nach dem Sicherheits-Standard von Banken verarbeitet. Für die Shop-Betreiber bleibt immer das Risiko, dass Kunden ihre Bezahlung zurückziehen, das geht ja z.B. bei Lastschrift und Paypal.

Einen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.