Opinion

Wenn der Paketbote zweimal klingelt. Teil 2: Live-Tracking bei DPD

Bei DPD kann man seit einiger Zeit genau sehen, wo der Lieferwagen mit dem erwarteten Paket gerade herumkurvt. Live-Tracking nennt sich das Ganze und sieht durchaus hübsch aus. Aber bringt es auch was? Wir haben uns den DPD-Zustellprozess mal genauer angeschaut.

Die Logistik ist bekanntermaßen das größte Bottleneck im e-commerce. Da kein Online-Shop ohne Logistikpartner auskommt, profitiert sie aber gleichzeitig auch vom anhaltenden Wachstum der Branche. Und so ist es kein Wunder, dass sich die großen Logistik-Unternehmen derzeit alle Mühe geben, sich mit den unterschiedlichsten Methoden von ihren Mitbewerbern abzusetzen. Hermes hat dies zum Beispiel im vergangenen Jahr mit seiner Zeitfenster-Ankündigung getan, auf die wir bislang leider noch keinen Blick erhaschen konnten. DPD machte eine ähnliche Ankündigung und ging dabei sogar noch einen Schritt weiter. Im vergangenen Juli vermeldete das Unternehmen, dass sie Empfängern ab sofort bis auf 30 Minuten genau sagen können, wann die Lieferung ankommt. Und dass man sogar jederzeit via Live-Tracking sehen kann, wo der DPD-Lieferwagen mit der eigenen Sendung gerade ist.
Ein knappes halbes Jahr gibt es das Live-Tracking nun also schon. Ein guter Zeitpunkt, um sich anzuschauen, was es wirklich bringt.

Live-Tracking in der Praxis

Zugegeben, das Live-Tracking sieht schick aus. Und wer nicht viel zu tun hat, der kann sich durchaus einen Moment damit beschäftigen, dem DPD-Wagen bei seiner Reise durch den Straßendschungel zuzuschauen. Aber bringt das auch was?
Wir haben es ausprobiert und eine Testbestellung in einem kleinen Online-Shop gemacht, der mit DPD versendet. Am Morgen nach der Bestellung bekomme ich nicht nur die Versandbestätigung des Shops, sondern auch eine E-Mail von DPD mit dem Betreff „Nachricht zu Ihrem DPD-Paket“. Man teilt mir mit, dass meine Bestellung in 1-2 Werktagen geliefert wird und dass ich am Tag der Zustellung noch eine genauere Information zum Zustellzeitpunkt bekomme. Außerdem bekomme ich übrigens noch den Hinweis, dass ich Ort und Tag der Zustellung ändern, eine einmalige Abstellgenehmigung erteilen oder die Zustellung beim Nachbarn oder im PaketShop veranlassen kann. Das klingt immerhin durchaus flexibel. So weit, so gut.

Und siehe da: Am nächsten Morgen um kurz vor 10 Uhr informiert mich eine weitere E-Mail von DPD darüber, dass die Sendung zwischen 14:11 und 15:11 Uhr zugestellt werden wird. Na gut, ein 30-Minuten-Fenster ist das zwar noch nicht, aber immerhin (wer in der DPD-Pressemitteilung genau nachliest, stellt fest, dass die Einschränkung auf ein 30 Minuten-Fenster erst „im Laufe der Zustellung“ erfolgen soll – irgendwann ändert sich dann auch tatsächlich die Angabe im Live-Tracking-Fenster). Gut, dass ich meine Büroadresse angegeben habe und zu der Zeit ohnehin am Schreibtisch sitze.

Wehe, es kommt um 14:10 Uhr...

Wehe, es kommt um 14:10 Uhr…

Am Vormittag schaue ich mal ins Live-Tracking. Und tatsächlich: Der DPD-Wagen ist in der Nähe unterwegs. Sieht gar nicht so weit weg aus, warum dauert das denn noch 4 Stunden? Ich brauche für die Strecke mit dem Auto doch gerade mal 5 Minuten. Tja, und an dieser Stelle offenbart sich auch schon der erste Haken dieser fancy aussehenden Lösung: Was hilft es mir, wenn ich weiß, dass der DPD-Fahrer einen Kilometer weiter gerade Pakete verteilt? Ich habe doch keine Ahnung, wie lang er für diese Strecke braucht, durch welche Sträßchen er kurvt und wie viele Pakete er noch ausliefern – oder vielleicht auch einsammeln – muss. Laut Pressemitteilung von DPD soll mir das Live-Tracking zwar auch die Anzahl der Stationen verraten, die der Fahrer vor mir noch abklappern muss, die Info kann ich allerdings nirgendwo finden. Na gut, DPD kann den Verlauf vielleicht etwas besser einschätzen als ich und hat mir ja ein Zeitfenster genannt. Mal schauen, ob’s stimmt.

Da ist der DPD-Wagen. Na, dann kann es ja nicht mehr lange dauern.

Da ist der DPD-Wagen. Na, dann kann es ja nicht mehr lange dauern.

Zwischendurch zeigt das Tracking auch nochmal, dass es wohl keineswegs immer so ganz genau weiß, wo seine Wagen sind, denn als das Lieferwagen-Icon nur noch drei Straßen entfernt ist, springt es plötzlich wieder in ein 2 km weiter entferntes Wohngebiet zurück. Um ein paar Minuten später dann doch bei mir vor der Tür zu stehen, denn pünktlich um 14:39 Uhr, ziemlich genau in der Mitte des angekündigten Zeitfensters, klingelt der DPD-Fahrer an meiner Bürotür. Ein paar Minuten später weiß auch das System, dass das Paket zugestellt wurde, und das Tracking steht nicht mehr zur Verfügung.

Mehr Showeffekt als Nutzen?

Der Blick aus der Nähe zeigt recht schnell, dass das Live-Tracking im Praxisgebrauch seine Macken hat. Es verrät dem Kunden nichts, was er nicht vorher schon wusste – das Beobachten des Lieferwagens auf der DPD-Website ist genau genommen nicht viel mehr als ein nettes Gimmick, denn nähere Informationen über den Lieferzeitpunkt bietet es mir auch nicht. Vielleicht mag es in Ausnahmesituationen möglich sein, das Wissen über den etwaigen Standort des Wagens zu nutzen, um ihn auf der Straße abzupassen und ein Paket quasi am Wagen abzuholen, bevor man selber einkaufen geht. Aber offiziell herausgeben dürfen die Fahrer das Paket mitten auf der Straße vermutlich gar nicht – wenn sie es denn im traditionell überaus aufgeräumten DPD-Fahrzeug überhaupt so schnell finden. Im Zweifel kostet es sie zusätzliche Minuten, und das ist für die sowieso von Zeitdruck geplagten Fahrer keine freudige Perspektive. Ohnehin bringen Gespräche mit DPD-Fahrern noch ganz andere Aspekte der neuen Technik ans Tageslicht. Nicht nur, dass sie sich zu Recht beobachtet fühlen, sie haben häufig auch Sorge, dass das ständig abrufbare Wissen um ihren Standort von weniger netten Zeitgenossen zu gezielten Übergriffen auf ihren Lieferwagen genutzt werden kann. Schlechte Erfahrungen haben viele schon gemacht. Und was die Dauer-Verfolgung/Überwachung im Arbeitsverhältnis für Konsequenzen haben kann, mag man sich gar nicht ausmalen.
Wahrscheinlich könnte man also problemlos auf die Spielerei Live-Tracking verzichten, ohne echten Mehrwert für die Kunden zu verlieren – Gründe dafür gäbe es einige. Und immerhin wäre DPD selbst dann noch den Mitbewerbern in einem Punkt schon einen großen Schritt voraus, denn die Zeitfenster-Vorhersage scheint einigermaßen zuverlässig zu funktionieren – auch vier weitere von uns beobachtete DPD-Lieferungen wurden im angekündigten Zeitraumen zugestellt. Was ja letzten Endes für den Kunden das Entscheidende ist, denn eine Ankündigung, auf die man sich nicht verlassen kann, ist genauso wenig hilfreich wie eine, die – wie bei Hermes – trotz großer Werbetrommel einfach nicht kommt.
Wie seht ihr das? Habt ihr das Live-Tracking schon im echten Leben genutzt und daraus für die Zustellung sinnvolle Informationen gezogen, die ihr sonst nicht bekommen hättet? Oder haltet auch ihr den Showeffekt für größer als den tatsächlichen Nutzwert? Wir sind gespannt auf eure Einschätzungen.

Vorheriger Artikel

Warum Senioren Facebook entern und junge Erwachsene Instagram lieben

Nächster Artikel

SEPA-Lastschrift etabliert sich erfolgreich im Onlinehandel

Dr. Katja Flinzner

Dr. Katja Flinzner

Dr. Katja Flinzner ist Spezialistin für Internationalisierung und Qualitätssicherung in Web & Print, mit einem Schwerpunkt im E-Commerce. Unternehmen aus der digitalen Welt unterstützt sie beim (grenzüberschreitenden) Content Marketing. Als Fachautorin schreibt sie über Themen aus den Bereichen IT, Web und E-Commerce.

23d Kommentare

  1. Marc
    20. Januar 2015 von 08:55 — Antworten

    Es ist nur möglich das Produkt zu nutzen, wenn der tracking-Code für ein an diesem Tag in der Zustellung befindliche Paket vorhanden ist – dh. nicht jeder hat Einblick.
    Jegliche Innovationen sollte eine Chance bekommen und nur weil man hier sieht das getrackt wird, ist es doch nicht schlimmer, also wenn es verdeckt erfolgt. (bspw. Apps o. Netzbetreiber generell)

    Jedoch ist es noch nicht ausgereift, denn ua. ist die vorausschauende Fahrstrecke bspw. nicht erkennbar und somit bringt es nichts, wenn ich sehe, dass er sich in der Parallel-Strasse befindet, jedoch bei „mir“ erst auf dem Rückweg seiner Tour wieder vorbei kommt.

    Die Routen-Systeme sind meines Erachtens grundsätzlich nicht optimal, da lediglich die „optimalste Fahrstrecke“ analisiert wird, ohne Berücksichtigung bspw. von Öffnungszeiten oder bisherigen Zustellungsversuchen usw.
    Was bringt es für den Fahrer und den Kunden, wenn der Zusteller in einer „Kanzlei“ um 12.10 Uhr bspw. eintrifft? Bei einer Hausfrau hätte er zu dieser Zeit evtl. mehr Erfolg.

  2. 20. Januar 2015 von 09:36 — Antworten

    Hallo Marc! Ja, absolut richtig, nicht jeder hat Einblick in den aktuellen Standpunkt des Lieferwagens. Dennoch gibt es da natürlich mit genügend krimineller Energie Mittel und Wege, entsprechende Situationen zu kreieren. Wie real das jetzt ist, ist eine ganz andere Frage, bei den Fahrern ist die Angst jedenfalls da. Ich persönlich finde das viel größere Problem die Tatsache, dass der Arbeitgeber damit potenziell in der Lage ist, minutengenau zu tracken, was seine Mitarbeiter machen…

    Dass die Routenvorschau für einen tatsächlichen Nutzeffekt fehlt, ist auch völlig richtig. Aber wie du schon richtig anmerkst, sind vom System als „optimal“ ermittelte Routen in der Praxis eben meist alles andere als optimal. Die Fahrer wissen ja nach einer Zeit ziemlich genau, wen sie zu welcher Uhrzeit wo antreffen. Das System weiß das in der Regel nicht. Idealerweise müsste man also eine Möglichkeit für die Fahrer einbauen, das System selber mit solchen Informationen zu füttern – aber ob der Aufwand sich lohnt???

    • Marc
      20. Januar 2015 von 10:08 — Antworten

      Allgemein ist es ein Irrglauben, dass man aktiv getraggt werden muss. Das was hier dargestellt wird ist nur eine grafische Aufarbeitung der Daten die es sowieso schon immer gab.
      Bereits seit beginn der Mobilfunk-Zeiten gibt es die Möglichkeit die Ermittlung des Gebietes aufgrund der Funkmasten, was ganz und gar still erfolgt. Nachdem Smartphone vorhanden sind, liefern die Apps Informationen auf Grund von WLAN, GPS und math. Berechnungen. Dh. lediglich ein Smartphone ohne Akku ist safe.
      Ein tracking ist nicht nur auf Mobilfunk bezogen, sondern auch auf Aktivitäten im PC-Firmennetz. Dh. jeglicher Tastatur-Schlag kann ausgewertet werden im Vergleich.

      Wenn kein Smartphone,Tracker usw. onboard, kann der Arbeitgeber jedoch trotzdem ermitteln, ob die Geschwindigkeit/Tätigkeit des Arbeitgebers im Plan liegt, denn bspw. durch Abgleich der PC-Planung und den Empfangsbescheinigungen (welche zwingend notwendig sind), ist es minutiös möglich.

      Es ergeben sich aber auch viele Möglichkeiten, bspw. in den Bereich Transport (Güter), Gesundheit (RTWs/Krankenwagen), Taxi, Polizei, Notfalldienste (ADAC/AvD) usw.
      Selbst im privaten Umfeld kann es Szenarien geben, die vor Jahren undenkbar waren und aktuell immer mehr „Fahrt“ aufnehmen.
      Smarthome (Büro verlassen, Heizung daheim an), Familie (fehlende Lebensmittel bringt Partner mit, Reinigung holt Tochter die gerade vorbei fährt) usw. oder im Business, dass wenn sich zwei Geschäftspartner verspäten, die Apps das austauschen und somit keiner gestresst ankommt.

      Die Route in Bezug auf „Big Data“ auszuwerten, würde sich in jedem lohnen, da der Fahrer schneller seine Sendung zugestellt bekäme.
      Ist ein Kunde nicht da, kostet dies den Fahrer aktuell 5-10 Min. von der Anfahrt, inkl. klingeln, Abfahrt, unberücksichtigt von Benachrichtigung bzw. evtl. Suche eines Zustell-Nachbars.
      Ganz zu schweigen von evtl. 2-3 Zustellversuchen.

  3. […] On Netzaktiv, a weblog from German online store software provider VersaCommerce, there’s a comprehensive review of this DPD service. Author Dr. Katja Flinzner tested the live tracking service and discovered it […]

  4. Walter
    17. Februar 2015 von 09:29 — Antworten

    Hatte davon gehört, und nun zum ersten mal kann ich es testen. Habe aber mehr erwartet.

    Kenne von der Hermes-Spedition das Live-Tracking was aber finde ich genauer ist.

    Interessanter und Wichtiger halte ich es, dass das Zeitfenster auch zutrifft. Meins verschob sich um 20min. Und seit gut 15min „steht“ angeblich das Fahrzeug still. Auch ging die Zahl von noch 27 Stationen auf 33 Station vor mir hoch. Dann wieder runter.

    Ebenso scheint sich dort nur was zu aktualisieren wenn ich das Fenster aktiv im Vordergrund habe.

    Fazit meinerseits: habe mehr erwartet.

  5. Agent007
    10. Juni 2015 von 08:29 — Antworten

    Natürlich ist Tracking über GPS oder Smartphone kein Problem, technisch gesehen. Sprechen wir aber hier nicht eher davon, dass man als Arbeitgeber nicht die Möglichkeit haben dürfte, dies zu missbrauchen? Uns wird es als tolles Feature verkauft, für die Fahrer dürfte es kaum angenehm sein? Oder wollt Ihr, dass euer Arbeitgeber z.B. GPS Sender und Kameras an und um euch installiert? Das ist doch kein angenehmes Gefühl mehr….

    • Marc
      10. Juni 2015 von 10:55 — Antworten

      wenn man nichts zu verheimlichen hat, ist es doch egal.
      Des weiteren gibt es das schon „immer“ bspw. bei Taxis, Fahrdiensten, „gelben Engeln“, Transport/flotten usw. oder bei Rettungswagen usw.
      früher war es halt per Funk o.ä. oder ganz früher manuell.

      Hinzu kommt, dass die webcams auf öffentlichen Plätzen (bswp. ua an Markttagen) oder in Werkshallen es nicht geben dürfte.

      PS: jedes Firmenhandy/-PC usw. kann nachverfolgt werden, wenn kein VPN zum Heimnetz aufgebaut ist. Denn auf der anderen Seite muss man auch sehen, wieviel digitales Gut von unzufriedenen Mitarbeiter entwendet wird, was ein Unternehmen in Existensschwierigkeiten bringen kann.

      Aber in og. Fall geht es doch NUR um ein verzögertes tracking, was auch nur die betroffenen Kunden einsehen können, denn wenn die Zustellung erfolgt ist, gibt es auch kein tracking-Zugriff mehr

  6. Helmut
    9. Juli 2015 von 15:24 — Antworten

    Ich warte gerade (14:17 Uhr) auf ein DPD Paket und sitze vor dem Live-Tracking-Schirm. Gestern Abend wurde das Paket per Mail angekündigt, heute um 9:54 noch einmal für “heute nach 8:00 Uhr‘. Im Tracking stand das Auto zu der Zeit etwa 15 km von mir im Nordosten von Berlin, angeblich 6 Stationen von mir (Südosten) entfernt mit erwarteter Zustellzeit ‚Heute 5:10 – 6:10 Uhr'(!!!). Die Karte wird einmal pro Minute aktualisiert, die Daten aber scheinbar nur, wenn der Fahrer gerade ein Paket bei der Auslieferung scannt. Dadurch bewegt sich das Fahrzeug in 10-Minuten-Hüpfern über die Karte. Die Anzahl der Stationen nimmt dabei nicht wie erwartet um jeweils 1 ab, sondern geht unmotiviert ab und dann wieder aufwärts. Bei mir lagen die Zahlen zwischen 1 (!!!) und 77, z.Z. (14:29) gerade bei 45, erwartete Zustellzeit ‚Heute 5:10 – 6:10 Uhr‘, nachdem sie um 11:20 schon mal bei 11:20 – 11:50 lag. Laut Karte hüpft das Auto gerade in etwa einem km Entfernung herum. Als Software-Spezi weiß ich wie schwer es ist ein wirklich rundum gutes Programm zu schreiben. Hier gibt es noch einiges zu tun. Es geht nicht so sehr um die Karte, sondern um die ‚erwartete Zustellzeit‘. Das die einigermaßen stimmt ist ja der Anspruch von DPD. Und wenn ich noch am Nachmittag Zustellzeiten gemeldet bekomme die deutlich vor dem Aufstehen liegen, dann muss an der Software noch etwas nachgearbeitet werden. Zum Schluss noch die aktuellen Tracking-Werte (um 15:20): noch 56 Stationen, Zustellung Heute 5:10 – 6:10 Uhr, Auto auf der Karte in etwa 1 km Luftlinie. Ob das heute noch was wird? Ich berichte.

  7. Helmut
    9. Juli 2015 von 22:23 — Antworten

    Und es wurde nichts mehr. Nach 19 Uhr stellte das Auto auf der Karte jegliche Bewegung ein (Entfernung zu mir etwa 600m). 16 Stationen hätten dem armen Fahrer laut Tracking-Seite nur noch gefehlt um dann pünktlich zwischen 5:10 und 6:10 (hä ??) bei mir einzutreffen. Ich habe nicht nachgesehen ob der Fahrer am gekennzeichneten Ort wirklich noch in seinem Auto sitzt und sich mit einem Döner für den Endspurt stärkt. Vernünftigerweise hat er aber Feierabend gemacht.
    Also grüßt morgen wieder das Murmeltier …

  8. 10. Juli 2015 von 17:15 — Antworten

    Hallo Helmut,

    vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht. Völlig richtig, entscheidend ist die Zustellzeit, nicht die Karte. Deshalb halte ich die ja auch mehr für ein optisches Gimmick als ein echtes nutzbringendes Feature.

    Ich hoffe, das Paket ist inzwischen angekommen… :-).

    Viele Grüße
    Katja

  9. Oliver Seel
    17. September 2015 von 07:17 — Antworten

    Die Karte gibt mir zusätzlich zu der Zustellzeit in Verbindung mit der Angabe der Anzahl vor mir liegender Stationen zum einen eine Information darüber, dass der Fahrer bereits in meiner Wohngegend ist und keine Staus auf Hauptstraßen o.ä. mehr dazwischen kommen können. In unmittelbarer Gegend könnte ich ihn u.U. entgegen kommen, wenn wir uns anderenfalls verpassen würden. Und beim letzten Mal habe ich ihn am Gartenzaun erwartet, weil meine Klingel manchmal nicht geht. Er wunderte sich, freute sich über die Einsparung von mehreren Minuten und sagte noch – auch in meinemFall zutreffend – , meist schneller zu sein als live-tracking anzeigen würde, was dafür spricht, dass es keine just-in-time-Anzeige für Kunden (oder Räuber) ist.
    Grüße aus Spandau von Oliver Seel

  10. 9. November 2015 von 10:07 — Antworten

    Auch ich wartete am 07.11.2015 auf ein DPD Paket und verfolgte den Live-Tracking-Schirm. Als der Schirm mir 3 Stationen von mir entfernt anzeigte, mußte ich lesen“Nach einem erfolglosen Zustellversuch wieder im Paketzentrum“. Da hatte der Fahrer wohl keine Lust mehr (war auch ein Samstag) und tippt dann schnell mal diesen Satz ein.
    DPD macht ja auch diese Werbung „Übrigens: wir liefern auch Samstags “ hätten aber den Zusatz dazu schreiben sollen „wenn der Fahrer Lust und Laune hat“
    Ich bekomme viel Post von verschiedene Diensten, aber DPD ist das Allerletzte!

    • Marc
      9. November 2015 von 13:49 — Antworten

      der Verlauf kommt immer zeitversetzt zum Schutz der Fahrer.
      Dh. 3 Stationen zuvor, kann daher auch lauten, ich hab eine Benachrichtigung gerade eingeworfen. (da letzteres real ist)

      Vor ca. 14 Tage hatte ich ähnliches (sprich Anzeige wie Weidt) jedoch zusätzlich den Fahrer gesehen, wie er abfuhr.
      Das Problem konnte am nächsten Tag geklärt werden, denn es war am Vortag nicht im Fahrzeug, jedoch anscheinend auf der Routenliste. Hier besteht also aktuell evtl. ein EDV Problem.

    • Biene
      21. November 2015 von 12:04 — Antworten

      genau so ist es !!!
      Wenn die dein Haus nicht gerade so auf der Strecke liegt, daß man sowieso vorbeifahren muss und das Paket fast „abwerfen“ kann, sondern in einer Sackgasse, dann hat man Pech gehabt. Ab freitags sowieso. Ich weiß schon genau, was passiert, wenn Amazon Prime die Paketverfolgung mitteilt und ich lesen muss: DPD……. das wird nix. DHL wirft ja wenigstens noch Zettelchen ein, auch wenn man zu Hause ist, DPD erspart sich das und fährt erst gar nicht in die Strasse sondern kann durch Mauern sehen, daß man nicht zu Hause ist – auch wenn man da ist. Es ist zum Haare raufen – jedes Mal !

    • Marc
      25. November 2015 von 18:25 — Antworten

      erlaub mir mal ein Querverweis auf:
      DPD führt Onlinebewertung ein und ermöglicht digitales Trinkgeld für Paketzusteller

      https://ecommerce-news-magazin.de/ecommerce-dienstleistungen/logistik/dpd-fuehrt-onlinebewertung-ein-und-ermoeglicht-digitales-trinkgeld-fuer-paketzusteller/

      • 27. November 2015 von 12:32 — Antworten

        Danke für den interessanten Link! Wenn man sich die Kommentare auf diesen Artikel und die allgemeine Stimmung im Netz zu DPD so anschaut, ist das ein ganz schön mutiger Schritt von DPD… :-).
        Den Trinkgeld-Gedanken finde ich prima, es gibt nämlich (auch wenn sich das hier häufig anders liest) ein paar richtig tolle Paketboten, die sich wirklich Mühe geben, in ihrem sehr stressigen Job immer freundlich und hilfsbereit zu sein, die mitdenken und eben nicht Dienst nach Vorschrift machen – auch bei DPD…

        • Marc
          27. November 2015 von 13:04 — Antworten

          wobei jetzt müsste ja fast wieder ein Aufschrei durch die Runde gehen, nämlich wenn der Arbeitgeber sieht wieviel Trinkgeld welche Ausfahrer bekommt 😉 (*spass)

  11. Biene
    21. November 2015 von 11:56 — Antworten

    Habe mir die DPD-App installiert, nachdem ich ja angeblich gestern nicht zu Hause war und man mir somit (mal wieder) ein Paket nicht zustellen konnte. Trotz Zettelchen am einzigen Briefkasten (EFH): „Wir sind zu Hause – bitte klingeln – danke !“
    Jetzt beobachte ich schon seit ca 10 min. das Live-Tracking. Scheinbar holt der Zusteller die Pakete überall wieder ab, denn es werden immer mehr Stationen, statt weniger. Angefangen mit 40 Stationen und einer Lieferzeit von 14:44 – 15:44 Uhr bin ich 10 min. später auf 46 Stationen und einer Lieferzeit von 16:07-17:07 Uhr. 2 min. später springt er jetzt auf 35 Stationen und einer Lieferzeit von 13:52-14:52 Uhr… Ja, was nun ? Hat er die Pakete rausgeworfen ? Ich bin gespannt, ob und wann unser Paket ankommt. Wann das HEUTE sein wird ist mir fast schon egal – man ist ja schon froh, wenn DPD heute überhaupt noch liefert ! Es ist nämlich Samstag……und hätte eigentlich gestern schon…… Ich denke, den Live-Tracker kann man getrost abhaken – oder als Stimmungsbarometer nutzen: „Ich freu mich bald kommt das Paket – Mist, nun dauert es doch noch eine Stunde länger – ich freu mich, gleich….ach menno doch nicht…….“ 🙂

  12. Svenja
    22. Dezember 2015 von 14:46 — Antworten

    Nun, da habt Ihr eindeutig mehr Glück als ich. Mein Paket sollte heute um 11.10-12-10h bei mir eintreffen. Ähnlich wie bei Euch war der Fahrer bereits um 10 Uhr in der Nachbarschaft, einige Zeit später sogar (angeblich) dann aber wieder ca. 40km weit weg. Seit Mittag kurvt er stets und ständig um mein Haus herum, ich konnte Ihn sogar schon in der Nachbarschaft sehen, nur mein Paket, das lässt auch um kurz vor 15h noch auf sich warten. Das kann man nun sicher auf das erhöhte Aufkommen an Sendungen zur Weihnachtszeit zurückführen, doch damit alleine ist es nicht getan. Zeigt das Live Tracking ja immerhin ganz angeberisch auch noch an, wieviele Leute noch vor mir sind. Seit 10h schwankt diese Zahl -teils im Minutentakt- zwischen 1 und 168. Aktuell befinden wir uns bei 53, während es vor 5 Minuten noch 42 und kurz davor 81 waren. Eine wirkliche DPD Hotline erreicht man beschwerlich, die sind aber nun angeblich an der Sache dran, da niemand so recht weiß, was das Problem ist. Ich hingegen sitze hier und frage mich, ob ich die 5 Minuten zu Fuß gehen und mein Paket beim Fahrer abholen soll. So entsteht Weihnachtsstress… Und eine Erinnerung für’s Leben.

  13. Marc B.
    22. April 2016 von 18:23 — Antworten

    Ich bekomme jedes Mal die Krise, wenn ich sehe, dass jemand mit DPD versendet. Jetzt hat es mich wieder erwischt: Ein DPD-Paket steht an! Ich hatte mir leider vorher nicht durchgelesen, dass es mit DPD transportiert wird….. sonst hätte ich nicht bestellt. DPD ist für mich das absolute K.O.-Kriterium.

    Ich war mal wieder angeblich nicht da. Jetzt soll das Paket Samstag kommen… das wird doch wieder Montag. Beschweren kann man sich auch nirgendwo: DIE WISSEN SCHON WARUM.

    • Marc
      25. April 2016 von 12:58 — Antworten

      Deine Aussage kann ich nicht ganz nachvollziehen, da ich sehr viele Sendung von allen Dienstleistern erhalte.
      bei DPD ist das live-tracking nicht ganz iO. (sprich am Tag der Zustellung die genaue Uhrzeit) aber sonst keinerlei Probleme.
      Des weiteren sind die Kontakt-Daten doch alle vorhanden http://www.dpd.com/de/home/siteutilities/kontakt_formular – es fehlt wirklich kein Channel – von Mail über Telefon bis zu SM

  14. schnuffel
    24. Mai 2016 von 11:37 — Antworten

    Bei mir hat die Live-Tracking Zustellung super geklappt. Das Paket wurde im angekündigten Zeitfenster zugestellt. Die genau Information, wo der Fahrer ist und wie viele Stationen noch vor einem liegen, ist extrem hilfreich. So konnte ich vorher noch einen Einkauf erledigen. Ohne diese Information, wäre das nicht möglich gewesen, denn ich hätte zu Hause gewartet um das Paket nicht zu verpassen.

    Finde das eine super Sache und hoffe, dass DHL hier nachzieht. Technisch tracken sie ohnehin schon alles. Nur eben nicht für den Kunden einsehbar.

Einen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *