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10 Tipps für mehr Umsatz im Ausland: So nimmst du die Umsatzsteuer-Hürde

Online verkaufen, auch über Ländergrenzen hinweg? Aber sicher doch! Dass man beim E-Commerce im Ausland auch viele rechtliche und steuerliche Aspekte zu beachten hat, merken Shopbetreiber allerdings schnell. Eines der zentralen Themen ist dabei die Umsatzsteuer, denn deren Behandlung hat die ein oder andere Falle auf Lager.

Einer der großen Vorteile des E-Commerce im Vergleich zum stationären Handel ist der, dass der erreichbare Markt nicht lokal und regional begrenzt ist und sogar an Ländergrenzen theoretisch nicht haltmachen muss. Doch ganz ohne Anpassungen funktioniert der grenzüberschreitende Online-Handel dann halt doch nicht, das stellen Händler schnell fest, wenn sie die ersten Schritte ins Ausland gehen. Ein Thema, bei dem besonders viele Unsicherheiten bestehen, ist die Mehrwertsteuer bzw. Umsatzsteuer. Wir haben deshalb in 10 Punkten zusammengefasst, was du als grenzüberschreitend verkaufender Shopbetreiber beim Thema Umsatzsteuer wissen musst.

Übrigens: Die folgenden Ausführungen gelten im Prinzip für alle EU-Länder. Damit die Beispiele besser nachvollziehbar bleiben, haben wir uns darin auf Österreich konzentriert, das aufgrund der gemeinsamen Sprache schließlich zu den interessantesten Märkten für deutsche Shopbetreiber gehört.

1. Mehrwertsteuer: Nur einmal berechnen

Fangen wir einfach an: Wer von Deutschland nach Österreich verkauft, darf auf der Rechnung ENTWEDER die deutsche ODER die österreichische Mehrwertsteuer ausweisen. Keinesfalls beide. Soweit klar, oder?

2. Otto Normalverbraucher oder Konzern

Zunächst mal ist bei der Lieferung in andere EU-Länder zu unterscheiden, ob an Privatpersonen oder an gewerbliche Kunden geliefert wird. Bei der Lieferung an gewerbliche Kunden kannst du die Rechnungen ohne Umsatzsteuer stellen, der Kunde muss dann die Umsatzsteuer gemäß dem sogenannten Reverse-Charge-Verfahren im Zielland selber abführen. Voraussetzung dafür ist, dass auf der Rechnung die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (UStIDNr.) des gewerblichen Empfängers notiert wird. Die Richtigkeit der Umsatzsteueridentifikationsnummer eines Kunden solltest du dir vom Bundeszentralamt für Steuern bestätigen lassen. Das geht zum Beispiel hier.

Achtung: Bei einer umsatzsteuerfreien innergemeinschaftlichen Lieferung musst du seit 2013 nachweisen können, dass die Ware auch tatsächlich am Bestimmungsort angekommen ist. Dafür brauchst du eine sogenannte Gelangensbestätigung. In den meisten Fällen dürften dafür ordentliche Versandpapiere ausreichen. Im Zweifelsfall lass dir vom Empfänger eine Bestätigung ausstellen, dass er die Ware am benannten Zielort erhalten hat.

Bei Verkäufen an Privatpersonen im EU-Ausland muss die Mehrwertsteuer ausgewiesen werden – aber welche?

3. Du darfst wählen: Schwellenbeträge im Ausland

Grundsätzlich darfst du als Händler bei Lieferungen ins EU-Ausland selbst entscheiden, welchen Umsatzsteuersatz du ansetzt – den aus dem eigenen Land (Ursprungsland) oder den am Wohnsitz des Verbrauchers (Zielland). Wählst du das Zielland, wirst du auch dort umsatzsteuerpflichtig. Diese Entscheidung bindet dich für zwei Jahre.

Achtung: Selbst entscheiden kannst du aber nur, solange du mit deinem Jahresumsatz gewisse Schwellenbeträge nicht überschreitest. Die sind von Land zu Land sehr unterschiedlich, sodass die Buchhaltung hier den Überblick behalten muss. Für Österreich liegt der Schwellenbetrag derzeit bei 35.000 EUR.

Die wichtigsten Länder und ihre Schwellenbeträge

Österreich, Belgien, Frankreich, Ungarn, Italien, Spanien:
35.000 EUR

Deutschland, Luxemburg, Niederlande:
100.000 EUR

Dänemark:
280.000 DKK ( = 37.557 EUR)

Polen:
160.000 PLN (= 37.300 EUR)

Schweden:
320.000 SEK (= 34.433 EUR)

Großbritannien:
70.000 GBP (= 89.493 EUR)

(Stand: 04/2016; Quelle: Europäische Kommission

4. Zuviel verdient? Das ist zu tun!

Sobald du im laufenden Kalenderjahr mit dem in einem anderen EU-Land erzielten Umsatz den dort geltenden Schwellenbetrag überschreitest, brauchst du eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer im betreffenden Land und musst die Umsatzsteuer dort abführen. Dies ist in der sogenannten Versandhandelsregelung festgelegt.

Das bedeutet aber auch, dass du zum Beispiel für alle nach Österreich verkauften Artikel jetzt 20% Umsatzsteuer abführen musst, bzw. 10% für Produkte mit reduzierter Umsatzsteuer. Und diese für deine österreichischen Kunden auch im Shop ausgewiesen werden müssen.

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5. Schwellenbetrag: Gilt auch für das Folgejahr

Hast du mit deinem Online-Shop einmal den Schwellenbetrag für ein anderes EU-Land überschritten, musst du auch im Folgejahr die Umsatzsteuer im Zielland abführen. Dabei gilt: Kommst du zum ersten Mal über den Schwellenbetrag, wirst du erst ab der Lieferung, mit der der Betrag überschritten wird, im Zielland umsatzsteuerpflichtig. Im Folgejahr dagegen musst du dann bereits ab der 1. Lieferung die Umsatzsteuer im Zielland abführen. Wie bei der freiweilligen Entscheidung für die Besteuerung im Zielland bindet dich also ein Überschreiten des Schwellenbetrags auch für zwei Jahre.

6. Ausnahmen bestätigen die Regel

Keine Regel ohne Ausnahme: Auch wenn du dich für die Besteuerung nach deutschem Recht entscheidest, ist das nicht für alle Arten von Produkten möglich. Werden auf die verkauften Produkte (etwa bei Tabak oder Alkohol) am Wohnsitz des Verbrauchers produktspezifische Abgaben erhoben, dann müssen sowohl die Abgaben als auch die Mehrwertsteuer nach den geltenden Regeln des Ziellandes berechnet werden. Du solltest dich also vorher gut informieren, ob die von dir vertriebenen Produkte im Zielland unter eine entsprechende Abgabenverordnung fallen.

7. Digitale Produkte und Services

Wer „elektronisch erbrachte Leistungen“ an Privatpersonen verkauft, muss seit dem 01.01.2015 neue umsatzsteuerliche Regelungen berücksichtigen. Davon betroffen sind zum Beispiel E-Books, Film- oder Musikdownloads, Streaming-Angebote, Software-Downloads oder SaaS-Dienste, kostenpflichtige Datenbanken oder Portale sowie Hostingangebote. Für solche digitalen B2C-Geschäfte muss seit 2015 die Umsatzsteuer in dem Land abgeführt werden, in dem der Kunde seinen Wohnsitz hat.

Anders als beim Versand von Waren gilt dies aber bereits ab dem ersten Euro – es gibt also für digitale Produkte keine Schwellenbeträge. Um vor allem kleineren Händlern diese Aufgabe zu erleichtern, wurde eine sogenannte „Kleine Einzige Anlaufstelle“ (KEA, oder Mini-One-Stop-Shop, MOSS) eingerichtet, an die sämtliche mit den genannten Leistungen im EU-Ausland erzielten Umsätze gesammelt gemeldet werden können. Auch die Zahlung der einbehaltenen Mehrwertsteuer erfolgt an die KEA, die dann sowohl Meldung als auch Zahlungen an die entsprechenden Stellen in den übrigen EU-Mitgliedsstaaten weiterleitet. Für die Nutzung der KEA kannst du dich beim Bundeszentralamt für Steuern registrieren.

8. Kleinunternehmer aufgepasst!

Die zum 01.01.2015 in Kraft getretenen Änderungen gelten auch für Kleinunternehmer, denn deren Befreiung von der Umsatzsteuerpflicht gilt nur innerhalb Deutschlands. Beim Verkauf elektronisch erbrachter Leistungen an Privatpersonen in anderen EU-Ländern müssen also auch Kleinunternehmer die jeweils im Zielland geltende Umsatzsteuer abführen.

9. Unterschiedlichen Steuersätze im Online-Shop?

Egal ob du als klassischer Versandhändler die Schwellenbeträge überschreitest oder ob du elektronisch erbrachte Leistungen an Privatpersonen im EU-Ausland verkaufst – die unterschiedlichen Steuersätze in der Praxis zu handhaben, ist ein komplexes Thema.

Spätestens jetzt ist der Punkt erreicht, an dem du mit einem einheitlichen Online-Shop unter einer internationalen Domain Probleme bekommst. Denn bei einheitlichen Endpreisen für alle Länder – und im B2C-Geschäft musst du im Shop Endpreise inklusive Mehrwertsteuer angeben – fallen deine Gewinnmargen je nach Steuersatz sehr unterschiedlich aus. Da auch die Zuordnung von Produkten zu den verschiedenen Steuersätzen nicht in allen Ländern gleich ist (E-Books zum Beispiel werden mal dem normalen, mal dem reduzierten Steuersatz zugeordnet), können die Unterschiede schon mal dramatisch sein. Und wenn du die Endpreise je nach Wohnsitz des Kunden anpassen möchtest, müssen zusätzliche Abfragen her, die nicht nur technischen Aufwand bedeuten, sondern auch die Usability des Shops beeinträchtigen.

Ein auf das jeweilige Zielland abgestimmter, lokalisierter Online-Shop ist in der Regel die einzige sinnvolle Möglichkeit, diesen steuerlichen Anforderungen zu entsprechen und unterschiedliche Steuersätze zu berücksichtigen. Und bietet dir außerdem die Gelegenheit, die Kunden im Zielland individuell und nach ihren Bedürfnissen anzusprechen. Das ist sogar in Ländern, in denen die gleiche Sprache gesprochen wird, wie etwa in Österreich, durchaus von Vorteil. Die Unterschiede zwischen Hochdeutsch und österreichischem Deutsch und zwischen den deutschen und den österreichischen Online-Gepflogenheiten sind nämlich durchaus größer als man gemeinhin meint.

10. Und bei Nicht-EU-Ländern?

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick über die Grenzen der EU, in die Schweiz zum Beispiel. Wer in die Schweiz versendet, kann grundsätzlich Rechnungen ohne Mehrwertsteuer ausstellen. Wichtig ist dabei aber: Damit eine umsatzsteuerfreie Ausfuhrlieferung vorliegt, musst du auch hier als Händler nachweisen können, dass die Ware tatsächlich im Nicht-EU-Ausland angekommen ist. Versandbelege, Frachtbriefe oder Einlieferungsscheine solltest du deshalb zusammen mit der Rechnung aufbewahren. Außerdem muss auf der Rechnung auf die Umsatzsteuerfreiheit der Lieferung hingewiesen werden (z. B. mit der Ergänzung „umsatzsteuerfreie Ausfuhrlieferung“).

Bestellungen im Ausland sind für den Empfänger in der Schweiz trotzdem zoll- und mehrwertsteuerpflichtig. Die Abwicklung der Zollformalitäten übernimmt in der Regel der Logistikdienstleister, weshalb die Portokosten in die Schweiz meist gänzlich unrentable Dimensionen erreichen.

Übrigens: Entscheidend ist in all diesen Fällen die Lieferadresse der Ware, denn die Besteuerung folgt immer dem Warenweg. Das heißt: Wenn ein Endkunde zum Beispiel eine Rechnungsadresse in der Schweiz angibt, aber seine Lieferung nach Österreich schicken lässt, muss auf der Rechnung ganz normal die Umsatzsteuer berechnet und ausgewiesen werden. Bei gewerblichen Kunden mit UStIDNr. käme in diesem Fall das Reverse-Charge-Verfahren zum Einsatz. Dass die Rechnungsadresse in der Schweiz liegt, begründet noch keine umsatzsteuerfreie Ausfuhrlieferung, wenn die Lieferung de facto ins EU-Ausland gegangen ist.

Noch mehr Informationen zur Behandlung der Umsatzsteuer im grenzüberschreitenden Online-Handel findest du zum Beispiel bei der Deutschen Handelskammer in Österreich, die mit ihrer Fiskalvertretung auch die Abwicklung umsatzsteuerlicher Belange von in Österreich verkaufenden Unternehmen anbietet; bei der Europäischen Kommission, in diversen Blogs zum IT-Recht und bei den Industrie- und Handelskammern.


Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel wurde ursprünglich im Dezember 2014 publiziert, dies ist eine im Sommer 2016 aktualisierte Version.

Wir freuen uns über eure Fragen und Kommentare. Bitte beachtet dabei aber, dass wir als Nicht-Juristen zu Rechtsfragen keine Einzelfallberatung durchführen dürfen. Konkrete Fragen solltet Ihr deshalb bitte mit einem Rechtsanwalt oder Steuerberater klären. Gerne nehmen wir interessante allgemeine Fragestellungen als Anregungen für zukünftige Artikel oder Artikel-Aktualisierungen auf.

 

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Dr. Katja Flinzner

Dr. Katja Flinzner

Dr. Katja Flinzner ist Spezialistin für Internationalisierung und Qualitätssicherung in Web & Print, mit einem Schwerpunkt im E-Commerce. Unternehmen aus der digitalen Welt unterstützt sie beim (grenzüberschreitenden) Content Marketing. Als Fachautorin schreibt sie über Themen aus den Bereichen IT, Web und E-Commerce.

32d Kommentare

  1. […] Mehr dzu? Hier entlang… […]

  2. 15. Dezember 2014 von 12:15 — Antworten

    Hallo,
    vielen Dank für diesen Artikel.
    Ein wichtiges und nicht immer ganz einfach zu händelndes Thema,
    gerade in Hinsicht auf die Schweiz.
    Hier richtig zu verfahren sollte, um unnötige Probleme/Schwierigkeiten zu vermeiden, das Liefergebiet Schweiz doch mit dem Steuerberater besprochen werden.
    Die Darstellung der teilweise doch sehr hohen Liefer-Kosten dem Kunden gegenüber, ist wichtig und beratungsintensiv.
    Eine schöne Woche!
    MfG
    Gerd Freye

    • Maximilian
      23. November 2015 von 10:45 — Antworten

      Ich möchte meine Produkte auch im Ausland verkaufen. Vorläufig habe ich meine Website übersetzt, und jetzt beschäftige ich mich mit Formalitäten. Dank der polnischen Firma „Nowe Kolory”, geht es mir ganz problemlos, weil diese Firma sich mit Hilfe in Vorbereitung von Online-Verkauf nach Ausland beschäftigt.

  3. 15. Dezember 2014 von 12:31 — Antworten

    Gern geschehen! 🙂 Ja, die Lieferung in die Schweiz ist tatsächlich nicht ganz ohne, mich wundert immer wieder, dass sie trotzdem bei Shopbetreibern als Zielland so beliebt ist. Da merkt man, was die gemeinsame Sprache ausmacht…

  4. […] Umsatzsteuer im Ausland Wer mit seinem Onlineshop in mehreren Ländern verkaufen will muss einiges beachten. Gerade die steuerliche Abrechnung kann sich schwierig gestalten. Im Blog von netzaktiv.de finden Sie Antworten auf die gängigsten Fragen. http://www.netzaktiv.de/umsatzsteuer-ausland-10-wichtigsten-tipps-shopbetreiber/ […]

  5. 24. Februar 2015 von 17:42 — Antworten

    Hallo

    Zu Punkt 10:

    Unserer online store bietet online Videos zum Download und in Abo zum streamen an.

    Dürfen wir für nicht EU Länder also MwSt auf 0 setzen? / zB Kunde aus Russland oder Korea bekommt eine Rechnung für Download mit MwSt 0€?

    Grüsse

  6. 25. Februar 2015 von 09:24 — Antworten

    Hallo Sebastian,

    das Thema digitaler Güter ist ja zum 01.01.2015 gerade erst geändert worden, zu den Neuregelungen sagt die die EU Folgendes:

    “Steuerpflichtige oder nichtsteuerpflichtige Dienstleistungsempfänger außerhalb der EU: Keine Mehrwertsteuer in der EU.

    Beispiel: Ein ungarisches Unternehmen verkauft ein Antivirus-Programm, das über seine Webseite heruntergeladen werden kann, an Unternehmen und Privatpersonen in Australien. Keine Mehrwertsteuer. Erfolgt die tatsächliche Nutzung oder Auswertung der Dienstleistung jedoch in einem EU-Land, kann dieses Land beschließen, Mehrwertsteuer zu erheben (Wahlmöglichkeit für Mitgliedstaaten).”
    (Quelle: http://ec.europa.eu/taxation_customs/taxation/vat/how_vat_works/telecom/index_de.htm#new_rules)

    Daraus würde wohl folgen, dass man für Kunden in Nicht-EU-Ländern Rechnungen ohne MwSt. stellen kann.

    Gruß
    Katja

    • Abdelhadi Ait Habban
      1. Januar 2016 von 21:13 — Antworten

      Hallo. Ich habe eine Frage was muss ich beachten wenn ich in Deutschland waren beim großhändler kaufen und nach Nordafrika bringen um dort zuverkaufen.
      Danke

  7. Hardy
    5. März 2015 von 14:38 — Antworten

    Hallo,
    müsste man im letzten Fall dann aber VAT/GST an australische Endverbraucher berechnen. Falls ja, was wäre der Prozess hierfür.

    Danke.

    Grüße,
    Hardy

  8. 6. März 2015 von 09:56 — Antworten

    Hallo Hardy,

    Australien gehört meines Wissens nicht zur EU, auch wenn sie dieses Jahr am Eurovision SongContest teilnehmen :-). Insofern würde ich davon ausgehen, dass hierfür die gleichen Regeln gelten wie etwa für die Schweiz, aber für solche konkrete Fragen wendest du dich wohl besser an einen Steuerberater…

    Viele Grüße
    Katja

    • Hardy
      6. März 2015 von 10:09 — Antworten

      Hallo Katja,
      ich bin auf den Fall von Sebastian und Deine Antwort darauf eingegangen, in dem es um das gleiche Australien geht (auch nicht in der EU) wovon ich sprach. Das in der EU keine MwSt. anfällt ist ja toll, aber das er dafür eventuell in Australien eine eintreiben muss, sollte man dann auch mitteilen.
      Die Überschrift von diesem Artikel lautet ja ” Umsatzsteuer im Ausland” und nicht “Umsatzsteuer in der EU”.

      Beste Grüße,
      Hardy

  9. 6. März 2015 von 10:18 — Antworten

    Hallo Hardy,

    verstehe nicht ganz, was Du meinst, es ist m.E. doch genau umgekehrt. Der zitierte Passus aus den Infos der EU-Kommission sagt ja, dass bei Verkauf aus einem EU-Land nach Australien eben KEINE Mehrwertsteuer anfällt. Wohingegen beim Verkauf an Endverbraucher innerhalb der EU eben doch MwSt. auszuweisen ist (wobei jeweils im Einzelfall zu klären ist, welche).

    Viele Grüße
    Katja

    • Hardy
      6. März 2015 von 13:38 — Antworten

      Hallo Katja,
      das stimmt auch aus deren Sicht, da die EU-Kommission sich nur für die EU Perspektive interessiert, der Unternehmer jedoch auch die australische Seite sich angucken muss (macht die EU für Verkäufer aus dem Drittland in die EU auch nicht anders). So einfach ist es auch wieder nicht mit der MwSt.

      Gruß,
      Hardy

  10. Dieter
    28. September 2015 von 13:38 — Antworten

    Hallo Frau Flinzner,
    vielen Dank für Ihren tollen Beitrag.

    Punkt 3 ist also völlig irrelevant für Verkäufe im B2B-Bereich, oder?

    Beste Grüße
    Dieter

  11. 30. September 2015 von 08:43 — Antworten

    Ja, soweit ich weiß, werden für die Berechnung der Umsätze in Bezug auf die Schwellenbeträge nur Lieferungen berücksichtig, die Umsatzsteuer beinhalten. Damit wären B2B-Lieferungen hier uninteressant – sofern auf allen Rechnungen die UStIDNr. des Kunden angegeben werden kann und sie somit dem Reverse-Charge-Verfahren unterliegen.

  12. 20. November 2015 von 21:21 — Antworten

    Hallo Katja,

    Wie habe ich dann das ganze in der Ust.- Voranmeldung bzw. in der Umsatzsteuer zu buchen ?

    Einnahmen aus Warenverkäufen in der EU (KZ43)

    Einnahmen aus Warenverkäufen, nicht EU (KZ41)

    oder kann ich es wenn ich in der EU mit der Deutschen Steuer die Rechnung schreibe ganz normal in der (KZ81 bzw. 86) verbuchen ?

    Eine Frage noch nebenbei, wird bei: (KZ46/47 + 67)
    die Rechnungen ohne Steuer wie z.B. die von eBay verbucht ?

    Freue mich jetzt schon auf die Antwort(en), Danke (:

    Grüße Bernd

    • 20. November 2015 von 21:39 — Antworten

      Habe hier noch ein Nachtrag:

      Gild das ganze auch bei Dreiecksgeschäft (Verkäufer + Hersteller (auch Versänder der Ware) ins Ausland.

      Und benötige ich beim Verkauf in die NICHT EU bei einer Rechnung mit keiner Umsatzsteuer (B2C) auch eine Steuernummer ds Kunden bzw. gild hier auch eine Schwellengrenze ?

      DANKE (:

  13. 23. November 2015 von 09:05 — Antworten

    Hallo Bernd,

    aus den obigen Ausführungen ergibt sich, dass man für Rechnungen ins Nicht-EU-Ausland keine UStIdNr. des Kunden braucht, ja. Und Schwellenbeträge sind meines Wissens auch nur zwischen den EU-Ländern definiert.

    Für die übrigen sehr spezifischen Fragen solltest Du Dich wohl besser an einen Steuerberater oder Buchhaltungsexperten wenden, da kann ich Dir leider nicht weiterhelfen.

    Herzliche Grüße
    Katja

  14. 1. Dezember 2015 von 20:52 — Antworten

    Hallo Katja,

    wir erstellen gerade einen online Sexshop( http://www.avenja.com) der in einige Eu Länder Ware verkaufen soll. Jetzt schauen wir gerade in welches Land wir unsere Firma aufbauen. Da wir vier Partner ( aus verschieden Ländern) sind wissen wir nicht welches Land das beste ist, und wie das laufen muss mit der Steuer, da jedes Land andere Steuer hat. Könnten Sie mir da weiter helfen, oder kennen Sie jemanden der sich genau damit auskennt? Das wäre super…. Vielen Dank im vorraus Christian Wolf

  15. 9. April 2016 von 12:36 — Antworten

    Mir scheint, dass es sich lohnt, internationale Grenzen im Internet zu überschreiten. Der Verkauf der Ware in andere Länder ist heutzutage gar nicht kompliziert. Wir haben einen Onlineshop für Polen. Bei der Übersetzung und dem Einstieg auf den Markt hat uns die dortige Firma Nowe Kolory geholfen (http://www.nowekolory.pl/de/)

  16. 26. April 2016 von 14:03 — Antworten

    Um mit Verkauf auf unbekannten Markt beginnen zu können, muss man ihn kennen! Oder jemandem um die Hilfe mit Einführung unseres Geschäftes bitten. Uns hat eine Firma aus Polen geholfen, die „Nowe Kolory” heißt. Sie haben sich professionell mit dem ganzen Vorbereitung zum Online-Verkauf auf dem britischen Markt beschäftigt

  17. 30. Mai 2016 von 10:11 — Antworten

    Hallo Katja,

    wir haben dieses Jahr den Schwellenwert für Frankreich (aktuell 35.000€) erreicht und müssen nun 20% MwSt. für Lieferungen nach Frankreich berechnen. Reicht es aus, wenn wir den MwSt-Betrag nur in der Rechnung ausweisen?
    Der Einfachheit halber wollen wir in unserem Shop, und bei der Bestell- und Versandbestätigung, nur noch ‘inkl. MwSt’, also keinen MwSt-Satz und -Betrag, angeben. Ist dies erlaubt? In unseren AGBs steht der Satz ‘Alle Preise beinhalten die jeweilige gesetzliche Mehrwertsteuer.’

    Gruß
    Brigitte

  18. 30. Mai 2016 von 12:34 — Antworten

    Hallo Brigitte,

    so eine konkrete Frage lässt sich ohne genauere Betrachtung des Shops nicht wirklich beantworten und als Nicht-Juristin darf ich Euch auch keine Rechtsberatung geben. Ich vermute mal, dass es nicht ohne weiteres ausreicht, die Mehrwertsteuer nur in der Rechnung auszuweisen… Spätestens irgendwo vor dem Abschicken der Bestellung würde ich als Käufer eine solche Information erwarten. Aber konkret solltet Ihr dazu wohl besser mal einen Steuerberater oder Anwalt befragen. Ein paar Infos aus rechtlicher Sicht findet Ihr auch hier, vielleicht hilft Euch das bei der Einschätzung weiter? https://www.e-recht24.de/artikel/existenzgruender/10054-umsatzsteuer.html.

    Viele Grüße
    Katja

  19. 6. Juli 2016 von 20:33 — Antworten

    Das klingt in meinen Ohren plausibel. Sonst könnte ja jeder Endverbraucher seine Bekleidung in Österreich bestellen und dann MwSt befreit nach Deutschland liefern lassen. 🙂 Beste Grüße!

  20. Marek
    10. Juli 2016 von 09:45 — Antworten

    andreas ….und wie soll er dieses anstellen ? ohne US-ID ? als Privatperson ? als Firma darf er ohne Mwst einführen und bei Verkauf doch wieder berechnen also alles ok? Verstehe deinen Satz dann nicht ?

  21. Tobias
    14. Juli 2016 von 10:37 — Antworten

    Hi, ich habe noch eine Frage zu Rechnungs- und Lieferadresse:

    Wie verhält es sich, wenn sich bei diesen beiden Adressen die Länder unterscheiden, wo muss hier versteuert werden?
    (z.B. Rechnungsadresse DE, Lieferadresse AT, oder andersrum)

    Das wäre fürs EU in und Ausland interessant.
    Weiß hier jemand Bescheid?

    Grüße
    Tobias

  22. 18. Juli 2016 von 09:52 — Antworten

    Hallo Tobias,

    interessanter Punkt, dem wir für eine aktualisierte Fassung des Artikels gerne noch weiter nachgehen.

    Die EU-Kommission schreibt dazu dies hier: “Der Ort der Besteuerung richtet sich nach dem Ort der Lieferung.” (http://ec.europa.eu/taxation_customs/taxation/vat/how_vat_works/vat_on_services/index_de.htm).

    Viele Grüße
    Katja

    ———————————–
    Bitte beachtet bei Euren Fragen: Wir dürfen als Nicht-Juristen zu Rechtsfragen keine Einzelfallberatung durchführen. Konkrete Fragen solltet Ihr deshalb bitte mit einem Rechtsanwalt oder Steuerberater klären. Gerne nehmen wir interessante Fragestellungen als Anregungen für zukünftige Artikel oder Artikel-Aktualisierungen auf.

  23. Tom
    16. September 2016 von 17:31 — Antworten

    Hi,
    sehr schöner Artikel – in dem mir nur eine Erklärung fehlt, die ich bisher auch nirgens sonst finden konnte:

    Wie verhält es sich mit den MwSt-Sätzen bei der Lieferung aus D ins EU Ausland, z.B. Österreich, und gemischten Warenkörben aus digitalen und physischen Produkten, wenn standardmäßig aufgrund des Unterschreitens der entsprechenden Schwellenbeträge die Besteuerung nach deutschen Sätzen erfolgt?

    Eigentlich müsste das ein Standardfall sein der für jeden kleinen bis mittelgroßen deutschen Onlineshop relevant ist der neben echten Produkten auch z.B. eBooks zum Download anbieten.

    Muss hier entgegen Eurer Regel 1 für das physische Produkt 19% angesetzt werden, und das digitale 20% (… wenn es sich nicht um reduced Rate Produkte handelt)?

    Vielen Dank & viele Grüße,
    Tom

  24. 19. September 2016 von 13:30 — Antworten

    Hallo Tom,

    danke – und interessante Frage. Regel 1 gilt natürlich immer noch – für jedes Produkt darfst Du nur einen Steuersatz ansetzen. Ganz grundsätzlich ist das aber doch auch erstmal nicht viel anders als wenn man Produkte zu 19% und zu 7% im Shop hat, oder? Jedes Produkt hat seinen eigenen Steuersatz – die digitalen Produkte dann eben den aus dem Zielland. Wie das allerdings in der Praxis im Shop anzuzeigen ist, ist natürlich eine komplexe Frage, weil man das Zielland erstmal noch nicht kennt, aber das ist ja grundsätzlich ein Problem, nicht nur bei gemischten Warenkörben.

    Vielleicht kann uns da ja ein entsprechend bewanderter Steuerberater oder Anwalt aufschlauen, ob dabei noch besondere Aspekte zu berücksichtigen sind?

    Viele Grüße
    Katja

    • 24. Oktober 2016 von 09:54 — Antworten

      Hallo Katja, hallo Tom,

      bei gemischten Warenkörben aus digitalen und physischen Produkten ist es tatsächlich so, dass sowohl inländische als auch ausländische Umsatzsteuer anfallen kann, wenn für die physischen Produkte die Lieferschwelle des Ziellands noch nicht überschritten wurde (und man auch nicht auf die Anwendung der Lieferschwelle verzichtet hat).

      Auf der Rechnung sind in diesen Fällen die digitalen und physischen Produkte gesondert auszuweisen und mit einem gesonderten Umsatzsteuersatz zu versehen. Das ist technisch regelmäßig schwierig umzusetzen. Es ist allerdings zulässig bei Rechnungen an Privatkunden auf den Ausweis der Umsatzsteuer verzichten. Wichtig: Die jeweils anfallende Umsatzsteuer ist natürlich weiterhin anzumelden und abzuführen!

      Viele Grüße!

      Timo

  25. Andi
    10. Oktober 2016 von 18:12 — Antworten

    Hallo,
    sehr interessanter Artikel, vielen Dank.

    Im letzten Absatz unter Übrigens ist meiner Meinung nach ein Tippfehler im Text:
    Statt “EU-Ausland” müsste hier “EU-Inland” stehen, da Österreich im EU Inland ist.

    Viele Grüße
    Andi

  26. 11. Oktober 2016 von 10:24 — Antworten

    Hallo Andi,

    danke! 🙂 Was den letzten Absatz angeht, verstehe ich Deinen Grundgedanken, aber mit “EU-Ausland” ist ja nicht ein Land außerhalb der EU gemeint, sondern “Ausland, aber innerhalb der EU”. Deshalb ist es schon genau so gedacht, wie es da steht… :-).

    Viele Grüße
    Katja

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