E-Commerce-Ticker

Relaunch: Wie du ernsthafte Probleme vermeidest und die Konversion verbesserst

Der oft und in halbwegs regelmäßigen Abständen vorgenommene Big-Bang-Relaunch von Webseiten und Onlineshops sollte ein Ende haben. Sehr viel sinnvoller ist, es wird Schritt für Schritt eine neue Webseite online gestellt. Ein Relaunch muss kein Mammut-Projekt sein, vor dem alle kuschen – weil das Resultat offen ist. Zerlege ihn einfach in Einzelbestandteile und sichere wichtige Hypothesen mit Testing ab, dann kann nichts mehr schief gehen!

Im Gegenteil: Bei einem solchen Projekt lernst Du viel über die Zielgruppe. Was man beim üblichen Großprojekt nur schwer hinbekommt, denn viele Dinge dabei beruhen auf Annahmen und Vermutungen und sind durchaus subjektiv geprägt. Doch wie geht man also vor, wenn die Anzahl der Leads in letzter Zeit zu wünschen übrig gelassen hat, man immer noch nicht responsive Webdesign umgestiegen ist und ein Google-Malus droht? Und der Relaunch ein Muss.

Wer viel Zeit und Geld in ein neues digitales Design gesteckt hat, verspricht sich davon auch mehr Anfragen oder Sales. Doch häufig leidet die Konversions-Rate unter einem Relaunch wenn man scharf hinguckt. Der Grund ist ganz einfach: Wenn zu viele Stellschrauben auf einmal geändert werden, weiß keiner mehr, worauf die Veränderung in den Daten letztendlich zurückzuführen ist.

Lasten- und Pflichtenheft halten fest, was wir zu tun haben und das Konzept deiner Marketing-Abteilung beinhaltet alles, was zu ändern und erstellt werden muss. Bei Relaunch denken wir dabei oft in Templates und unterschiedlichen Seiten, die wir gestalten müssen. Für diese Templates und Einzelseiten brauchen wir ein neues Konzept. Erst grob, dann fein. Feedbackschleife eins, zwei, drei und wir sind am Ziel ­– zumindest gefühlt. Wir möchten alles besser machen, all die Dinge, die vorher gestört haben, sollen nun besser werden.

Um das komplexe Projekt in den Griff zu kriegen zerlegst du es in gute Einzelschritte. Hier kannst du Methoden der agilen Softwareentwicklung wie „Scrum“ einsetzen. Dabei solltest du die Entwicklung unterschiedlicher Templates, die Implementierung neuer Features, CMS, usw. usw. als Einzelsprints betrachten. Die werden dann im Sprint-Backlog aufgelistet und Schritt für Schritt abgearbeitet.

Mit dieser Methode bist du in der Lage, die Umsetzung einzelner Baustellen (Sprints) besser zu planen, durchzuführen und kontrollieren zu können. Sollte es zu Anforderungs-Änderungen kommen, kannst du darauf „agil“ reagieren und die gewonnenen Erkenntnisse und Änderungen in einen Sprint einarbeiten.

Teste alle wichtigen Änderungen vorab – entweder per A/B-Website-Testing oder im Labor, der Sandbox. Das dauert alles zu lange könnte man einwenden. Korrekt – und deswegen ist es wichtig, dass du nur die Ideen und Hypothesen beim Relaunch testest, die das Zeug dazu haben, Deine Zielgruppe zu beeinflussen. Daher ist eine Priorisierung im Vorfeld wichtig, packe dafür alle Ideen auf den Tisch. Bewerte, wie viel Aufwand es ist, diese umzusetzen und auf der anderen Seite, welcher Einfluss auf die Kaufentscheidung zu erwarten ist. So wird es aus dem (über-)mächtigen Relaunch ein machbares und gewinnbringendes Projekt.

Quelle: KonversionsKRAFT

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Udo Kraft

Udo Kraft

Udo ist unser Allround-Content-Manger bei VersaCommerce.de. Er pflegt unsere Social Media-Auftritte und ist hier wie auch bei www.shop-kompendium.de aktiv.

Für netzaktiv betreut Udo im Wesentlichen den E-Commerce-Ticker und stellt mit sicherem Blick für spannende Inhalte zusammen, was gerade aktuell ist.

2d Kommentare

  1. 30. März 2016 von 10:31 — Antworten

    Hallo Udo,

    ich stimme Dir vollkommen zu.
    Eine Webseite ist nie fertig. Es macht daher keinen Sinn alles in einem Rutsch zu verändern.
    Wer seine Seite Schritt für Schritt anpasst, ist flexibler und versteht viel besser, wie die Besucher auf jede einzelne Veränderung reagieren.

    • 30. März 2016 von 16:01 — Antworten

      Genau! Relaunch machen und was daraus lernen – was sollte besser sein?

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