E-Commerce-Ticker

Messenger – die neuen Umsatzbringer im E-Commerce!

Was künftig abseits bekannter Absatzkanäle möglich sein wird, das zeigt der Blick nach China und den dortigen Dienst „WeChat“. Mit 500 Millionen Nutzern, ist er für den E-Commerce bestens vorbereitet, bietet gar mit der WeChat-Wallet einen eigenen Payment-Service für Mobile-Payment und für Finanztransaktionen von Nutzer zu Nutzer. Ein Messenger, der offenbar alle möglichen Mitbewerber schlichtweg in die Tasche steckt.

Auch in Deutschland gibt es da ganz beeindruckende Zahlen: Über 35 Millionen Nutzern sind bei WhatsApp dabei und ist damit aktuell stärker als seine Muttergesellschaft Facebook. Und wenn sich sogar schon Facebook – wenn auch bislang eher mühselig – fürs Verkaufen eignet, wie steht es dann um andere Chat-Dienste?

Was Messenger-Apps so attraktiv für den Handel macht, ist nicht allein ihre Verbreitung und die fast schon suchtgetriebene Dauernutzung, sondern ihre kinderleichte Bedienbarkeit selbst für die ältere Generation.

Allerdings bewegt sich WhatsApp in Sachen Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen sowie bei der technischen Umsetzung mit offiziellen und nicht offiziellen Schnittstellen oft noch in einem Graubereich. Anders beim Facebook-Messenger, der ganz bewusst Richtung Kommunikation zwischen Kunde und Unternehmen weiter entwickelt wird, und zur eierlegenden Wollmilchsau der digitalen Kommunikation ausgebaut wird.

Für Facebook könnte der Messenger, der bislang mit einigen wenigen Handelspartnern wie Zulily und Everlane getestet wird, damit der lange versprochene Einstieg in den Facebook-Commerce sein – also echtem E-Commerce. Mit dem virtuellen Assistenten “M” testet Facebook sogar Ansätze von künstlicher Intelligenz, die alltägliche Aufgaben wie Restaurant-Buchungen oder Blumenbestellungen (Hochzeitstag!) übernehmen soll.

Interessant für den Bereich Onlinehandel dürften vor allem auch Special sein: Über schnell getaktete Flash-Sales lassen sich unter Umständen lukrative Mengen abverkaufen oder über Coupons Schnäppchenjäger aktiviert werden, die dann entweder direkt im Messenger ihren Kaufen-Button finden oder in den Shop weitergeleitet.

„It is so much easier to do everything in one place that has the context of your last interactions“, sagt Ex-PayPal-Manager David Marcus, inzwischen Facebooks Chef-Messenger. Genau, exakt da liegt die Chance für den E-Commerce.

Quelle: Etailment

Vorheriger Artikel

Safe Harbor 2 - Schonfrist für Unternehmer bis Ende März verlängert

Nächster Artikel

Schleichwerbung ist Werbung – und muss auch so gekennzeichnet werden

Udo Kraft

Udo Kraft

Udo ist unser Allround-Content-Manger bei VersaCommerce.de. Er pflegt unsere Social Media-Auftritte und ist hier wie auch bei www.shop-kompendium.de aktiv.

Für netzaktiv betreut Udo im Wesentlichen den E-Commerce-Ticker und stellt mit sicherem Blick für spannende Inhalte zusammen, was gerade aktuell ist.

Kommentare (bis jetzt keine Kommentare)

Einen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *