E-Commerce-Ticker

Logistik: Outsourcing ja oder nein?

Aus der Sicht der Kunden ist es alles ganz selbstverständlich – gute Logistik für ein solides E-Commerce: Bei näherer Betrachtung ist es eine Abfolge von Logistik-Prozessen, die ineinander greifen und perfekt aufeinander abgestimmt sein müssen. Bereits kleine Fehler in dieser Prozesskette können zu Verzögerungen, Störungen und Irritationen beim Kunden führen.

Nicht umsonst investieren Big Player von Amazon bis Zalando viel Zeit, Geld und Mühe in die Optimierung ihrer Logistik-Abläufe – und sorgen für eine hohe Erwartungshaltung beim Verbraucher. Grundsätzlich kann ein Onlinehändler jeden dieser Schritte selbst abwickeln oder an einen Dienstleister auslagern. Im Extremfall bekommt der Shopbetreiber sein Sortiment niemals zu Gesicht – wie zum Beispiel beim Dropshipping, bei dem die Artikel direkt vom Hersteller oder Großhändler an den Endkunden geschickt werden, schreibt Bärbel Edel beim Fachblog Internetworld.

Logistik-Dienstleister beschränken sich auf den Versand. Der Auftraggeber liefert die verpackte Ware in einem Versandzentrum auf oder lässt sie durch den Dienstleister abholen. Dieser erledigt dann den Transport zum Kunden. Fulfillment-Anbieter dagegen können alle Prozesse abdecken, die nach dem Bestellklick in einem Online-Shop anfallen.

Ein Anbieter von Saisonware muss stark schwankende Auftragseingänge besser abpuffern können als ein Händler, der eine gleichmäßigere Nachfrage bedient. Ausgeprägte Auftragsspitzen sind ein starkes Argument für die Zusammenarbeit mit einem Dienstleister, der auf mehr Ressourcen zurückgreifen kann als der einzelne Händler.

Der Einfluss der Logistikkette auf die Customer Experience wird dagegen beim Outsourcing häufig unterschätzt – doch hier geht es ums Eingemachte beim Onlinehandel. Dabei geht es weniger darum, dass der Kunde die bestellte Ware schnell, komplett und unbeschädigt geliefert bekommt, das ist heute einfach Pflicht. Die Kür beginnt, wenn Status-Mails des Versanddienstleisters im Look & Feel des Händlers erscheinen, wenn die Versandverpackung selbstverständlich die Designsprache des Shops aufgreift, und die beigelegte Rechnung ebenfalls.

Das Optimum ist erreicht, wenn der Kunde zu keinem Zeitpunkt der Versandabwicklung Zweifel daran hat, wer eigentlich sein Ansprechpartner ist.  Ebenfalls unterschätzt wird beim Outsourcing häufig die Gefahr, den Kontakt zum Kunden zu verlieren. Sonst besteht die Gefahr, dass Kritikpunkte wie lange Lieferzeiten, unklare Rechnungen oder schlechter Support dem Händler verborgen bleiben.

Noch viel mehr zum Thema Logistik: Outsourcing ja oder nein? bei internetworld.de.

Perfekt zum Thema Logistik als Erlebnis passt unser netzaktiv-Artikel Versand bei Onlineshops optimieren!

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Udo Kraft

Udo Kraft

Udo ist unser Allround-Content-Manger bei VersaCommerce.de. Er pflegt unsere Social Media-Auftritte und ist hier wie auch bei www.shop-kompendium.de aktiv.

Für netzaktiv betreut Udo im Wesentlichen den E-Commerce-Ticker und stellt mit sicherem Blick für spannende Inhalte zusammen, was gerade aktuell ist.

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