MarketingOptimierung

Kaum Budget? 4 Tipps für das Offline-Marketing deines Shops

Du meinst, Marketing für Online-Shops muss immer online stattfinden? Weit gefehlt. Gerade für kleine und mittlere Webshops mit keinem oder schmalem Marketing-Budget bieten sich einige Offline-Marketing-Instrumente an.  Lies hier, wie vier Offline-Marketing-Instrumente deinen Shop nach vorne bringt.

Das Werben mit Flyern hebt sich zum Beispiel vom Online-Marketing ab. Hier wird die Werbung physisch wahrgenommen. Doch Offline-Marketing ist inzwischen mehr als nur Printwerbung. Darunter werden alle klassischen Maßnahmen und Instrumente verstanden, die nicht digital sind. Und der ROI (Return on Investment) ist hier sogar oft höher als beim Online-Marketing.

Groß angelegte Fernseh-Kampagnen der Marke „Schrei vor Glück!“ sind für nahezu alle Shopbetreiber budgetär illusorisch. Auch das Ansinnen, durch SEO- und andere Online-Maßnahmen die Amazons, Ottos und Zalandos dieser Welt in den Suchmaschinen-Rankings hinter sich lassen zu wollen, bleibt schon aus finanziellen Gründen Utopie.

Dies bedeutet allerdings keineswegs, dass du dein Angebot nicht im Rahmen deiner finanziellen Möglichkeiten Suchmaschinen-optimiert gestalten solltest. Aber gerade für kleine Webshops mit ihren begrenzten Budgets lohnt sich immer auch ein Blick auf einige Instrumente des Offline-Marketings.

1) Pressearbeit macht deinen Shop bekannt

Für dich gänzlich kostenfrei ist die Pressearbeit. Mit gut aufbereiteten Informationen rund um dein Angebot hast du jederzeit die Chance, in den redaktionellen Teilen, sowohl der kostenpflichtigen lokalen und regionalen Tageszeitungen, als auch der kostenlosen lokalen Anzeigenblättern zu erscheinen. Hier kannst du durchaus Reichweiten im fünfstelligen Bereich erzielen, was für einen kleinen Shop doch schon ganz ok ist.

Der Maßstab für die Informationen, die du den Redaktionen anbietest, sollte immer sein, dass diese von Interesse für die Leser sind. Wenn dann in diesem Kontext die URL deines Webshops mit erscheint, hast du dein Ziel schon erreicht. Vermeide es aber auf jeden Fall, dein Informationsangebot an die Redaktionen zu werblich zu gestalten. Das akzeptieren die Journalisten, übrigens völlig zu Recht, für den redaktionellen Teil ihrer Zeitung nicht.

2) Storytelling und Content sind King

Der Mehrwert, den deine Informationen dem Leser bringen, entscheidet darüber, ob deine Pressemitteilung abgedruckt wird oder nicht. Das geht zum Beispiel so: Wenn du in deinem Shop Autoteile und Kfz-Zubehör verkaufst, dann biete den Redaktionen einen Artikel an, wie die Leser in Eigenarbeit mit ein paar Kniffen und Tricks vom Experten (und vielleicht dem einen oder anderen Produkt, das rein zufällig auch in deinem Shop erhältlich ist) sein Auto kostengünstig winterfest oder fit für die Fahrt in den Sommerurlaub machen kann.

Du kannst dich in deinem näheren geografischen Umfeld auch immer als die sympathische, mittelständische und lokale/regionale Alternative zu den Marktriesen positionieren. Die ökologisch korrekte und nachhaltige Alternative bist du in deiner näheren Umgebung wegen der kürzeren Lieferwege ohnehin. Aber bitte: Nicht ZU dick auftragen.

3) Materndienste erhöhen deine Reichweite

Mit so genannten Materndiensten kannst du die Reichweite deiner Pressearbeit quantitativ und geografisch deutlich erhöhen. Materdienste platzieren deine Story in verhandelbaren geografischen Regionen (zum Beispiel in deinem Bundesland oder auch deutschlandweit) in Tageszeitungen und Anzeigenblättern. Dieser Dienst ist kostenpflichtig, aber finanziell überschaubar.

Mit der Hilfe dieser Dienstleister kannst du deine Reichweite in den sechsstelligen Bereich steigern. Es empfiehlt sich, wie eigentlich immer im Leben, mehrere Angebote einzuholen und zu vergleichen.

4) Prospektwerbung ist nach wie vor sehr effektiv

Gerade im Online-Marketing hat die gute alte Prospektwerbung ein sehr angestaubtes Image. Auch für Unternehmen mit einem grundlegend digitalen Geschäftsmodell wie Online-Shops kann die Prospekt- oder Handzettelwerbung jedoch eine durchaus attraktive Form der werblichen Kundenansprache sein.

Nach wie vor erzielen die gedruckten Werbeformate den höchsten Return on Marketing Invest (ROI). Dies geht aus der EHI-Studie „Marketingmonitor Handel 2015-2018“ hervor, die kürzlich auf dem EHI Marketing Forum 2015 vorgestellt wurde.

Du solltest also durchaus auch in Betracht ziehen, einmal auszuprobieren, ob diese althergebrachte Werbeform für deinen Shop nicht effektiver ist als Bannerwerbung im Netz.

Fazit

Die Botschaft lautet: Es lohnt sich auch für Online-Pure-Player, ab und an mal out-of-the-box zu denken. Offline-Marketing kann durchaus auch hilfreich sein, um deine potenziellen Online-Kunden zu erreichen. Und niemand bricht sich einen Zacken aus der Krone, wenn er offline für online wirbt und wirkt. Die Hauptsache ist doch, dass es nützt, oder?

 

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Frank Zimmermann

Frank Zimmermann

Frank ist mit seinem Unternehmen FCZ PR seit 2003 selbständiger Kommunikationsberater. Seine Kernkompetenzen sind E-commerce, IT im Allgemeinen und die Finanzdienstleistungsbranche. Neben Corporate Communications ist die Krisenkommunikation seine Passion. Zuvor war Frank als Managing Director des Standortes Frankfurt der PR-Agentur Weber Shandwick tätig.

2d Kommentare

  1. 19. Januar 2016 von 09:11 — Antworten

    Hallo Frank,
    an den Erfolg von Pressemitteilungen glaube ich nicht so.
    Es geht doch vor allem darum Vertrauen und Relevanz für den Besucher zu schaffen. Das funktioniert insbesondere durch guten Content 😉

    • Frank Zimmermann
      20. Januar 2016 von 08:43 — Antworten

      Hallo Mathias,

      Du hast natürlich vollkommen Recht, dass informativer Content sehr wichtig ist.

      Ob man diesen dann als „Pressemitteilung“ oder „Verbrauchertipp“ oder „Hintergrundinformation“ an die Redaktionen gibt, ist sekundär und eher eine Namensgebungsfrage.

      Wie ich in meinem Beitrag schon sagte: Für die Redaktionen ist das entscheidende Kriterium, ob Deine Informationen veröffentlicht werden oder nicht, ob Deine Informationen einen Mehrwert für die Leser bieten. Und das wird in der Regel nur der Fall sein, wenn Du informativen und relevanten Content bietest.

      Mit dem Instrument, potenzielle Kunden über die lokalen/ regionalen Printmedien zu erreichen und in den eigenen Shop zu locken, habe ich für zahlreiche Kunden über viele Jahre gute Ergebnisse erzielt. Und, wenn Du diesen Weg in Eigenregie gehst, ist er eben bis auf Deinen Zeitaufwand kostenlos.

      Viele Grüße

      Frank

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