MarketingOptimierung

So wirst du zum Platzhirsch – Teil 3: Wie du dich gegen deine Mitbewerber durchsetzt

Im zweiten Teil dieser Serie hast du verschiedene Tools und Techniken kennengelernt, um mehr über deine Konkurrenz zu erfahren.

Nach der Analyse deiner Mitbewerber hast du sicherlich einige Einblicke bekommen, womit die Konkurrenz Erfolg hat und was bei ihr nicht so gut klappt. Vielleicht hast du dadurch Ideen und Anregungen gewonnen, wie du dein Angebot oder deinen Service verbessern kannst, um dich positiv von ihnen abzuheben.

Diese Entscheidungen sind ganz individuell und hängen stark von deiner Branche ab. Ein paar Dinge gelten jedoch in jedem Fall: Sie betreffen die Sichtbarkeit deines Shops für Google, seine Usability und die Nutzung der sozialen Medien.

Tritt in den sozialen Netzwerken auf

Ohne Anbindung an die sozialen Medien geht mittlerweile auch im E-Commerce nichts mehr. Du erhältst damit die wertvolle Chance, auf sehr wirksame Weise mit den Interessenten in Kontakt zu treten. Und nicht zuletzt dürfte auch Google solche sozialen Signale als Maß für Autorität werten.

Die sozialen Netzwerke sind unter anderem ein guter Platz, um Sonderangebote, spezielle Aktionen oder Saisonartikel vorzustellen. Passende Anlässe sind außer Produktlancierungen etwa Valentinstag, Muttertag, Weihnachten usw. Plane deine Aktivitäten in den sozialen Netzwerken am besten als Möglichkeit, deinen Fans und Followern bestimmte Produkte vorzustellen und sie für ihre Treue durch Rabatt- oder Gutschein-Aktionen zu belohnen. Damit erzielst du nicht nur eine Bindung an deinen Shop – durch häufige Klicks der Fans werden die Postings deines Unternehmens in den News-Feeds besser platziert, sodass deine Fans von selbst zu Botschaftern deines Shops werden können.

Mach dich bei Google bemerkbar – mehr als deine Mitbewerber

Bei der initialen Recherche deiner Mitbewerber hast du mit Sicherheit die Google-Suche bemüht und bestimmt auch geprüft, wie du im direkten Vergleich mit ihnen abschneidest. Vielleicht hast du dabei ein hohes Ranking erzielt und bist etwa auf der ersten Seite der Suchmaschinenergebnisse gelandet? Es gibt einen kleinen Dämpfer: Das US-amerikanische Unternehmen Chitika, Inc. hat im Jahr 2013 für den amerikanischen und kanadischen Markt herausgefunden, dass der Top-Treffer in der Google-Suchergebnisseite ungefähr 33 Prozent aller Klicks für sich bekommt. Den Link auf Platz 2 klicken etwa 18 Prozent der Nutzer an, den auf Platz 3 nur noch ca. 11 Prozent. Ab Platz 4 fällt dieser Wert unter 10 Prozent; Rang 15 erhielt nur noch 0,4 Prozent aller Klicks …

Visuelle Darstellung der Daten aus der Untersuchung "The Value of Google Result Positioning" des Unternehmens Chitika im Jahr 2013

Visuelle Darstellung der Daten aus der Untersuchung “The Value of Google Result Positioning” des Unternehmens Chitika im Jahr 2013

Eine der wichtigsten Maßnahmen, dich gegen deine Mitbewerber durchzusetzen, ist demnach die passende SEO-Strategie für deinen Shop. Google bevorzugt mittlerweile Websites, die hochqualitativen, sinnvollen und einzigartigen Inhalt bieten.

Auch wenn deine Mitbewerber Herstellertexte und -fotos für die Präsentation der Ware verwenden – überlege dir, ob du diese Bequemlichkeit ebenfalls nutzen möchtest. Besser wäre es, wenn du für deine Produkte eigene Beschreibungen verfasst, im Idealfall mit persönlichen Tipps und Erfahrungen. Solche einzigartigen Inhalte zahlen sich bei Google stets aus. Ähnliches gilt für die Produktfotos. Wenn du gute eigene Bilder statt der vom Hersteller gelieferten verwendest, werden sie in der Google-Bildersuche bestimmt auffallen. Die Chancen stehen gut, dass du damit Interessenten in deinen Shop ziehst.

Ein weiteres wichtiges Mittel für einzigartige Inhalte, das dir kaum Arbeit macht und dein Google-Ranking entscheidend verbessern kann, ist die mittlerweile ohnehin zum Standard gewordene Möglichkeit, Produktbewertungen zu hinterlassen.

Apropos Standards

Es hat nicht mit Phantasielosigkeit oder Abkupfern zu tun, wenn du dich bei der Gestaltung deines Shops an den erfolgreichen Riesen bzw. den Marktführern deiner Branche orientierst: Die Analyse der Site deines schärfsten Konkurrenten zeigt dir höchstwahrscheinlich, dass er genau dies ebenfalls getan hat.

Die großen Händler legen vor: Features wie etwa eine Bilder-Zoomfunktion gehören mittlerweile zum Standard und sollten auch in deinen Shop implementiert sein.

Die großen Händler legen vor: Features wie etwa eine Bilder-Zoomfunktion gehören mittlerweile zum Standard und sollten auch in deinen Shop implementiert sein.

Das hat seinen Grund: Gerade wenn dein Shop für den Interessenten noch Neuland darstellt, ist eine möglichst vertraute Umgebung besonders wichtig, um eventuelle Bedenken auszuräumen. Der Kunde erwartet beim Besuch eines Shops bestimmte visuelle und Usability-Standards, damit er sich schnell orientieren und das Gesuchte rasch finden kann. Dazu gehört nicht nur eine übersichtliche und aufgeräumte Präsentation der Artikel mit Features wie zoombaren Artikelbildern und Bewertungen, sondern unbedingt auch eine saubere und technisch problemlose Darstellung auf mobilen Ausgabegeräten wie Tablets und Smartphones.

Ebenfalls unverzichtbar ist eine gute Suchfunktion mit der Möglichkeit einer unscharfen (tippfehlertoleranten) Suche. Der Nutzer erwartet dabei mittlerweile eine Autovervollständigen-Funktion, die nach dem Eintippen von ein paar Buchstaben selbstständig Vorschläge macht. Mit einer fehlerhaft implementierten oder schlecht indizierten Suchfunktion verschenkst du sehr wahrscheinlich ein großes Kundenpotenzial – wie du weißt, ist der Shop deines Mitbewerbers nur ein paar Mausklicks entfernt …


Teil 1: So wirst du zum Platzhirsch – Wie du Mitbewerber in deiner Nische findest Teil 2: So wirst du zum Platzhirsch – So analysierst du deine Mitbewerber
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Isolde Kommer

Isolde Kommer

Isolde Kommer ist seit vielen Jahren Fachautorin für Webentwicklung, Social Media, Online-Marketing, Fotografie und Design. Sie hat zahlreiche Zeitschriftenartikel und Bücher veröffentlicht. Für das Online-Medium schreibt sie Fachartikel und Ratgeber zu den genannten Themen sowie zu ihren persönlichen Interessengebieten Wellness, Yoga, Selbstmanagement, Reiten und ländlicher Lifestyle. Zudem hiflt sie als Coach werdenden Autoren auf die Sprünge.

2d Kommentare

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