E-Commerce-Ticker

Das Ende der Online-Shops durch Buy-Buttons?

Mit Buy-Buttons wollen verschiedene Netzwerke den Weg über die mobile Website ­umgehen und zugleich den eigenen Dienst als Shopping-Plattform aufwerten. Der erste Dienst, bei dem ein Buy-Button eingebaut wurde, war Pinterest. Im Juni 2015 war mit den “Buyable Pins” in den USA ein entsprechendes Format am Markt.

Und die Konkurrenz schläft nicht: Twitter testet ebenfalls in den USA einen Buy-Now-Button. “Für unsere Werbekunden bietet sich die attraktive Möglichkeit, Produkte direkt in der Timeline zu verkaufen”, erklärt Thomas de Buhr, Deutschland-Chef beim 140-Zeichen-Dienst. Facebook hat ebenfalls ein solches Konzept in der Umsetzung, schreibt Christian Erxleben bei Internetworld.de.

Vorreiter und Marktführer ist – zumindest momentan – noch Pinterest. Obwohl bislang nur iOS-Nutzer in den USA per Knopfdruck Kleidung, Schuhe oder andere Produkte kaufen können, scheinen die ersten Tests erfolgreich zu verlaufen.

Lies dazu auch: Hiergeblieben! Buy Buttons im Reality Check

Mit Buy-Buttons vollzieht sich der nächste Entwicklungsschritt der sozialen Medien. Vom Austauschkanal werden sie zunehmend zur Verkaufsplattform. Da insbesondere Pinterest diesen Weg forciert und das Modell vorantreibt, wäre es in diesem Fall nicht richtig, noch von Social-Media zu sprechen, der Begriff Social-Shopping-Plattform trifft es schon eher.

Buyable-Pins – sie füllen den Newsfeed auf Pinterest, durch den der Nutzer scrollt – sind vergleichbar mit einem Post auf ­Facebook oder einem Tweet. Wenn ein Werbungtreibender dem User nun mitteilen möchte, dass das Produkt, das er ­gerade sieht (zum Beispiel ein Stuhl) zu kaufen ist, kann er dies mit solch einem Pin machen.

Von einem “normalen” Pin unterscheidet sich der Buyable-Pin durch den blauen Button mit dem Schriftzug “Buy it”. Er ist die Türöffner zum Social-Shopping und zugleich bebhebt er ein ­altes Problem: Das der Verfügbarkeit. Wenn Unternehmer auf sozialen Netzwerken Sonderangebote posten, sind diese auf der eigenen Firmen-Pinnwand und zugleich im Newsfeed des Nutzers zu sehen.

Insbesondere wenn User ein Angebot erst spät entdecken, kann es sein, dass der Angebotszeitraum schon abgelaufen ist oder das Produkt im Online-Shop gar nicht mehr zur Verfügung steht. Tritt dieser Fall ein, frustriert dies den potenziellen Käufer.

Bei seinem nächsten Einkauf wird er womöglich bei einem Konkurrenten nach der Ware suchen. Der blaue Buy-Button ­erscheint auf Pinterest jedoch nur dann, wenn das Produkt tatsächlich noch zur Verfügung steht. Er symbolisiert dem ­Interessierten: Der Artikel, den du kaufen möchtest, ist noch zu haben.

Noch mehr zu diesem neuen “sozialen” Phänomen und wie es den E-Commerce verändern könnte, liest du in: Buy-Buttons: Das Ende der Online-Shops? – internetworld.de.

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Udo Kraft

Udo Kraft

Udo ist unser Allround-Content-Manger bei VersaCommerce.de. Er pflegt unsere Social Media-Auftritte und ist hier wie auch bei www.shop-kompendium.de aktiv.

Für netzaktiv betreut Udo im Wesentlichen den E-Commerce-Ticker und stellt mit sicherem Blick für spannende Inhalte zusammen, was gerade aktuell ist.

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