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Alte, neue Überraschung bei der Zahlweise: So zahlen die Deutschen wirklich

Gefühlt ungefähr alle drei Tage erscheint eine „Umfrage“ in der festgestellt wird, dass bestimmte Zahlungsmittel im Online-Handel total oft eingesetzt oder nachgefragt würden. Oft sind das genau die Zahlweise des Anbieters, der die Umfrage durchgeführt hat. Der Branchenverband bvh sollte über diesen Dingen stehen – und tatsächlich: Hier gab es zu der Frage nach dem liebstem Zahlmittel der Deutschen wieder die alte Überraschung.

Seit Jahren steht er still an der Spitze der beliebtesten Zahlmittel, auch wenn ein beständiger Strom von Pressemitteilungen etwas anderes suggeriert: Der Kauf auf Rechnung führt die Top-Liste der beliebtesten Zahlweisen mit großem Abstand an.

Grafik-Zahlweise

Die klare Führung des Rechnungskaufs in dieser Statistik liegt auch daran, dass das Umsatzvolumen hier die Richtschnur ist. Gerade große Anschaffungen, wie Haushaltsgeräte oder Heimelektronik werden häufig auf Rechnung gekauft. Trotzdem bleibt die Grundaussage erhalten: Die gute alte Rechnung ist und bleibt sehr beliebt.

Dahinter liegt mit ungefähr der Hälfte des Umsatzvolumens der Bankeinzug. Das Lastschriftverfahren hat mit über 41% auch am deutlichsten zugelegt.

Unter den „digitalen Bezahlwegen“ ist Paypal der prominenteste Vertreter. In Summe wuchs dieser Bereich um fast 25% gegenüber 2012.

Die Kreditkarte folgt zwar erst auf Platz vier, legte aber mit fast 40% ähnlich stark zu, wie der Bankeinzug.

Verlierer sind die früher beliebteren Zahlweisen Nachname und Ratenkauf. Diese Zahlarten sind mit höheren Gebühren verknüpft und dies scheint die Verbraucher zunehmend abzuschrecken.

Hohe Abdeckung der Verbraucherwünsche heute kein Problem mehr

Grafik-Umsatzanteil-Top-5

Mit diesen Top fünf Zahlarten wurden im letzten Jahr 94% des Umsatzvolumens bewegt:

  • Kauf auf Rechnung
  • Bankeinzug
  • Digitale Bezahlwege
  • Kreditkarte
  • Nachname

Und gerade neue Bezahlanbieter, wie Paymill oder Stripe, sorgen für eine immer einfachere Integration der Zahlarten Kreditkarte und Bankeinzug in den Online-Shop. Und auch bei den Konditionen setzen diese Anbieter auf einen Preiskampf mit den etablierten Bezahlsystemen.

So können auch kleine und mittelständische Online-Händler derzeit sehr einfach eine hohe Abdeckung der Verbraucherwünsche bei der Bezahlung erreichen.

Und so geht’s mit VersaCommerce:

Die erwähnten neuen Bezahldienste Paymill und Stripe können sehr einfach in VersaCommerce integriert werden. Es müssen lediglich die Zugangsdaten des Zahlungsanbieters eingetragen werden.
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Christof Steinke

Christof Steinke

In meinem ersten Leben war ich Journalist, seit vielen Jahren arbeite ich in der Digital-Wirtschaft. Seit einigen Monaten schreibe ich hier über alles, was ich insbesondere für Einsteiger in den Online-Handel für interessant und wichtig halte. Wenn ihr über etwas bestimmtes hier lesen möchtet, dann schreibt mir an [email protected] oder besucht direkt VersaCommerce.de!

5d Kommentare

  1. 24. März 2014 von 11:20 — Antworten

    Wo ist in dieser Auflistung Vorkasse zu finden? Das halte ich für unmöglich, dass diese Art zu bezahlen es nicht einmal in die Liste geschafft hat. Das muss doch definitiv noch vor Lastschrift zu finden sein.

    • 25. März 2014 von 15:14 — Antworten

      Hallo Mario,

      so hat es der bvh veröffentlicht. Vorlasse ist für viele Händler kompliziert, weil Sie individuell zugeordnet werden muss. Vielleicht liegt es daran…

      • 23. April 2014 von 11:37 — Antworten

        Vorkasse ist doch nicht kompliziert.
        Natürlich müssen die Zahlungseingänge zugeordnet werden, aber ein gutes ERP, WAWI bzw. Shopsystem kann dies mittlerweile sehr sehr gut und die Fehlerquote wird dabei immer geringer.

        Bei Plentysystems zB. müssen von 1000 Zahlungseingängen vielleicht gerade mal 10 oder 20 händisch nachgebessert werden – dann aber auch nur dann, wenn der Kunde zB: die Auftrags-Nr. nicht mit angibt oder andere Fehler sich bei der Überweisung eingeschlichen haben.

  2. 17. September 2014 von 10:14 — Antworten

    Finde ich schon komisch, Rechnung wird bei uns am wenigsten genutzt. Am meisten Paypal und dann kommt schon Vorkasse.

    • 17. September 2014 von 11:13 — Antworten

      Ich glaube, die Durchschnittszahlen treffen nicht auf jede Zielgruppe zu. Die großen Umsätze (Haushalt, Elektronik) werden oft von einer älteren Gruppe getätigt, wohin gegen kleine Beträge und jüngere Kunden eher andere Zahlarten bevorzugen.

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