MarketingStrategie & Planung

17 Tipps für E-Commerce-Beginner

Bist du schon mal in eine Bar oder ein Restaurant gekommen und hast einen Geldschein eingerahmt an der Wand hängen sehen? Wahrscheinlich war dies das erste selbstverdiente Geld des Unternehmers. Sein eigenes Denkmal. Seine Trophäe. So einen Bilderrahmen willst du auch? Kannst du haben: Wir zeigen dir 17 Wege wie du dein erstes eigenes Geld im E-Commerce verdienen kannst – von der Pike auf.

1. Sage es Freunden und Familie

Erzähl allen die du kennst (und sogar deren Hund) von deinem neuen Online-Shop. Überzeuge sie, bei Facebook, Twitter, Google+ und Pinterest deinen Link zu teilen und ein wenig Werbung für deinen Shop zu machen. Du fragst sie ja nicht danach, etwas bei dir zu kaufen, sondern bittest sie lediglich darum, deinen Online-Shop in ihrem Netzwerk zu teilen – das kann sehr wertvoll sein.

2. Nutze Google Adwords

Im Grunde ist Pay-per-Click (PPC)-Marketing der Kauf von Site-Traffic. Verwende AdWords um gezielte Zugriffe auf deinen Online-Shop zu lenken. Klar, die richtige Zielgruppe aus einem Internet-Publikum zu filtern kann schwierig sein und wenn du pro Klick zahlst, summieren sich die Kosten rasch, daher mache dich unbedingt gut mit Google Adwords vertraut. Hier unsere Einsteiger-Tipps!

Außerdem sehr wichtig: Wenn du Geld für AdWords ausgibst, dann nutze unbedingt ein Analyse-Tool um festzustellen, welche Werbung dir welche Ergebnisse bringt. Google bietet hierfür das kostenfreie Google Analytics. Richte Website-Ziele (wie zum Beispiel deinen Warenkorb) ein, um zu messen, welche Besucher tatsächlich kaufen.

 3. Verschenke deine Produkte

Auf den ersten Blick erscheint Verschenken natürlich nicht der richtige Weg zu sein, um an den ersten eigenen Geldschein zu kommen. Aber es gibt clevere Wege, sogenannte Giveaways in echten Verkauf umzuwandeln:

  • Du kannst Hunderte, ja Tausende E-Mail-Abonnenten gewinnen, wenn du beispielsweise ein Gewinnspiel vor deiner Shop-Eröffnung durchführst. Bitte deine Besucher sich zu registrieren und biete ihnen Rabatt an, wenn sie dein Gewinnspiel in ihrem Social-Media-Umfeld teilen. Sobald deine Website online geht, oder dein Gewinnspiel endet, sendest du dann eine Mail mit der Rabattaktion.
  • Sagen wir, du verkaufst ein technisches Gerät. Dann versuche, Reporter, Blogger und Magazine zu finden, die über diese Produkte schreiben und schicke ihnen ein kostenloses Exemplar mit einer kurzen Beschreibung zu deinem Angebot und deinem neuen Online-Shop. Große Unternehmen machen das seit jeher – und es funktioniert, wenn man es richtig macht. Erwarte aber nicht zu viel: Auch wenn du nur einen Artikel bekommst, kannst du die Kampagne als Erfolg verbuchen.

4. Erstelle Infografiken

Informative Grafiken, besser bekannt als Infografiken, zeigen Daten in einer visuellen Weise, die leicht zu verstehen ist. Diese Form der Datenkommunikation ist sehr populär geworden. Und das hat zur Folge, dass solche Grafiken gerne und oft geteilt und verlinkt werden. Engagiere also einen Designer, der dir hilft eine Infografik zu gestalten, die zu deinen Produkten passt. Verkaufst du beispielsweise Wanderschuhe, könntest du mit einbem Wanderweg als optischem Element arbeiten. Es gibt auch sehr viele Angebote im Netz zum Thema Infografik erstellen: Vorlagen oder komplette Dienstleistung zur Umsetzung. Auf jeden Fall kann man sich hier sehr schön inspirieren lassen. Einmal erstellt, kann die Infografik dann auf einem kostenpflichtigen Nachrichtendienst veröffentlicht oder zum Beispiel bei http://dribbble.com eingestellt werden. Welche Publikation auch immer deine Grafik aufgreift und ebenfalls veröffentlicht – die Leser werden alle auf deinen Shop gelinkt.

5. Deine Produkte auf Preisvergleichsportalen

Seiten, wie Idealo.de, billiger.de oder ciao.de sammeln Produktinfos und Preise so, dass die Besucher sie auch finden – und natürlich auch leicht die Preise vergleichen können. Wenn du also hier ein wenig Gebührengeld in die Hand nimmst und deine Produkte auf diesen Seiten anlegst, könnte es dir eine Menge neuer Kunden auf deinen Shop bringen – und somit deinen ersten Verkauf sichern.

 6. (Produkt-)Videos

Ein Video kann eine sehr leistungsfähige Methode sein, um ein neues Geschäft zu fördern, und im Fall eines E-Commerce Unternehmens sogar Umsatz steigern. Zur Produktion hier es natürlich Helfer aus der Branche. Aber heute sind wir alle auch an Handy-Videos gewöhnt, das bedeutet, dass die Qualität nicht zwingend „hochglanz“ sein muss. Aber der Inhalt muss stimmen: Spannend, witzig und immer und auf jeden Fall informativ und authentisch sollten solche Clips sein (Mehr zur Selbst-Produktion haben wir hier geschrieben!)

 7. Verkaufe auch auf eBay oder Amazon

Online-Händler können ganz bequem über eine große Anzahl von Multi-Channel-Vetriebswegen verkaufen. Seiten wie eBay oder Amazon-Marketplace bieten dies an. Wenn du schon einen funktionierenden Verkauf für deinen eigenen Shop hast, dann bedeutet die Präsenz auf weiteren Marktplätzen oft nicht mehr allzu viel Arbeit, erschließt dir aber neue Kundenkreise. Biete einfach einen 10%-Rabatt-Gutschein für den ersten Verkauf auf deinem eigenen Online-Shop an und freue dich auf einen ersten oder sogar zweiten Abverkauf. Oder du gehst den umgekehrten Weg – startest auf einem Marktplatz und nimmst den eigenen Shop in der zweiten Phase hinzu.

8. Bitte Anbieter um etwas „Liebe“

Händler und Hersteller können anfangs auch helfen, dich als neuen Shop-Betreiber zum Beispiel auf Händlerlisten zu setzen oder deinen Shop in deren Social-Media-Umfeld zu erwähnen. Frage sie doch einfach mal, ob sie dich bei deinem Aufbau etwas unterstützen möchten.

 9. Gib Interviews

Händler sind oft Experten in einer bestimmten Branche. Wenn du also beispielsweise handgemachte Shirts verkaufst und dich als kompetent in der Männermode erweist, warum fütterst du nicht die Fachmedien mit deinem Expertenkommentar. Journalisten sind tatsächlich oft auf der Suche nach Industrie-Experten. Bei einer Veröffentlichung deiner Expertenmeinung ist es dann nur noch ein Kinderspiel, über dein eigenes Unternehmen ein paar Worte zu verlieren. Versuche also, ein Netzwerk solcher Journalisten aufzubauen und vor allem nachhaltig zu pflegen.

10. Schreibe einen genialen Blog

Content Marketing ist derzeit eine der wichtigsten Techniken zur Steigerung der Besucherzahlen auf deiner Website. Und Besucher sind potenzielle Kunden. In dem du regelmäßig qualitativ hochwertigen Content lieferst – wie zum Beispiel ein „Wie-mache-ich“-Blog-Post – gewinnst du nach und nach immer mehr das Vertrauen deiner Kunden und sie werden zu Stammkunden. Biete stets gute Inhalte, die optisch ansprechend sind, deine Produkte in Aktion zeigen oder dich bzw. deinen Shop hinter den Kulissen zeigen. Im Shop Kompendium findest du viele Tipps zu Schreibtechniken für einen genialen Blog. 

 11. Nutze die Produktanzeigen von Amazon

Online-Händler haben die Möglichkeit, bei Amazon auch Anzeigen zu platzieren – und zwar auf einer kontext-bezogenen Produktseite. Die Besucher sind ja ohnehin auf Amazon unterwegs und wollen höchstwahrscheinlich einen Kauf tätigen. Die Konversions-Rate ist daher bei diesen Anzeigen ist im Vergleich zum herkömmlichen PayPerClick oft höher.

12. Verteile Visitenkarten

Jeder Shop-Betreiber sollte Visitenkarten besitzen. Wenn du dir welche machen lässt, achte darauf, dass die stilvoll sind und dein Shop-Design widerspiegeln. Denk dran, dass deine Shop-URL zentral und gut sichtbar im Vordergrund stehen sollte. Und wieder hilft das Netz, denn es gibt zahlreiche Anbieter zur Visitenkarten-Produktion, viele auch mit Design-Vorlagen. Sobald die Karten da sind, drücke sie JEDEM in die Hand!

13. Lass Social Media hochleben

Inzwischen hast du sicher gefühlt eine halbe Million Blogs oder Artikel über Social-Media-Marketing gelesen. Warum? Weil es funktioniert. Steigere deine Präsenz auf all den üblichen Kanälen: Twitter, Facebook, Instagram oder Pinterest. Sprich oder schreib über deine Branche, kommentiere Diskussionen, die schon im Gange sind und nach und nach wirst du als Einflussnehmer oder Vordenker anerkannt. Es ist schon erstaunlich, wie viel Traffic du durch Social Media generieren kannst. Wenn du immer weiter Präsenz zeigst, wird es nicht lange dauern, bis deine Follower auch zu deinen Kunden werden.

14. Verteile Gutscheine

Alle lieben Schnäppchen. Vielleicht überrascht es dich, wie viele User bei Google „Gutschein-Code ________“ eintippen. Erstelle also deinen eigenen Gutschein-Code für deinen Online-Shop, gehe auf http://www.deals.com oder http://gutscheincodes.de und poste deinen Deal. Schreib so etwas wie: „Wow, ich habe gerade diesen Gutschein für deinenshop.de gefunden.“

15. Nutze ein Partnerprogramm

Gerade kleine Unternehmen mit kleinen Werbebudgets haben mit Affiliate-Marketing die Chance, ohne großen Kostenaufwand neue Kundengruppen zu erschließen. Der entscheidende Vorteil ist, dass Affiliate Marketing erfolgsbasiert vergütet wird. Das heißt, der Affiliate (-Partner) bindet die Werbemittel auf seiner Website ein und erhält nur eine Provision von dir, wenn es zu einer Aktion kommt. Dies kann ein Klick, ein Lead (z.B. eine Anmeldung zu einem Newsletter) oder ein Sale sein.

Dein Shop ist also auf den ganzen Websites der Affiliates präsent, schüttet aber nur eine Provision aus, wenn der Partner auch einen potenziellen Kunden vermittelt hat.

 Ein Partnerprogramm kann man entweder in Eigenregie betreiben – oder bei einem Affiliate-Netzwerk starten. Es gibt zu viele verschiedene Affiliate-Angebote. Bei http://www.100partnerprogramme.de wirst du bestimmt fündig.

16. Facebook-Werbeanzeigen

Facebook-Werbung kann eine gute Möglichkeit sein, auf eine spezifische Zielgruppe zuzugreifen. Die Anzeigen werden bestimmten Nutzergruppen angezeigt, die besonders aktiv sind. Wenn deine Werbeanzeigen kreative Inhalte enthalten und gut auf die jeweiligen Zielgruppen zugeschnitten sind, werden sie häufig mit „gefällt mir“ markiert, kommentiert und geteilt. Ähnlich wie bei Google AdWords, wird die Werbung auf Facebook per Klickvergütung berechnet.

 17. Habe Geduld – und rechne mit

Würdest du ein Ladengeschäft oder Restaurant eröffnen, würdest du sicherlich nicht erwarten, dass dein Unternehmen in den ersten Wochen profitabel wird. Dasselbe gilt für E-Commerce auch: Es braucht einfach seine Zeit – also habe Geduld. Aber führe auch genau Buch und errechne dir einen Plan, bis wann die profitable Zone erreicht werden muss.

Und denk dran, den ersten verdienten Euro-Schein einzurahmen!

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Nadine Brokmann

Nadine Brokmann

Ob Redaktion, Public Relations, Marketing, Networking oder der Online-Shop als solches: Angefangen beim Fernsehen, über Plattenfirmen, weiter zum Hundeprofi Martin Rütter... viele Branchen haben viel Erfahrung gebracht. Und so ist Nadine inzwischen bei netzaktiv.de als Content-Managerin tätig.

6d Kommentare

  1. 12. November 2014 von 10:59 — Antworten

    Schöner Artikel mit teilweise echt hilfreichen Tips! Gerade für Einsteiger bzw. Anfänger!

    LG
    Oliver Hammerschmidt

  2. 12. November 2014 von 11:04 — Antworten

    Danke Oliver, das freut uns sehr! Bitte gerne weiterempfehlen 😉

  3. 13. November 2014 von 16:45 — Antworten

    Suche eine fertige Software für E-shop mit Bezahlsystem und itegraler Prozessverknüpfung im B2B Bereich. Bestellung-Bezahlung-Lieferfreigabe-Lieferung mit einem einfachen Bestellsystem auf der Lieferantenseite.
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    Besten Dank
    M.MIgge

  4. 28. November 2014 von 20:49 — Antworten

    Danke für den hilfreichen Artikel! Gerade am Anfang hilft er ein wenig Überblick zu behalten! 🙂

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